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Stephan Hellmuth zum Kreisbrandmeister berufen

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Stephan Hellmuth ist neuer Kreisbrandmeister   für    den Inspektionsbereich Traunstein Land 2/1. (Foto: Volk)

Grabenstätt – Stephan Hellmuth ist der neue Kreisbrandmeister des Inspektionsbereichs Traunstein Land 2/1. Der Siegsdorfer wurde von Landrat Siegfried Walch auf Vorschlag von Kreisbrandrat Hans Gnadl zum Kreisbrandmeister berufen. Er ist Nachfolger von Josef Steinhauer aus Inzell, der 15 Jahre im Inspektionsbereich als Kreisbrandmeister zuständig war. Steinhauer trat auf eigenen Wunsch als Mitglied der Kreisbrandinspektion zurück.


Hellmuth tritt das neue Amt am 1. Januar an und führt auch seine bisherige Aufgabe als Fach-Kreisbrandmeister für die Jugendarbeit weiter. Unterstützt wird Hellmuth in der Leitung der Jugendarbeit von Thomas Göls von der Feuerwehr Grassau als Bereichsjugendwart. Die personellen Veränderungen gab Kreisbrandinspektor Georg König bei der Dienstversammlung der 1. Kommandanten und Stellvertreter im Grabenstätter Feuerwehrgerätehaus bekannt.

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Im Inspektionsbereich, zu dem 20 Feuerwehren im Trauntal und Achental südlich der Autobahn sowie die Wehren Erlstätt, Grabenstätt und Vachendorf gehören, wurden in diesem Jahr 850 bis 900 Einsätze bewältigt. Das sind rund 40 Prozent aller Feuerwehreinsätze im Landkreis Traunstein, betonte König. Die Aufgaben reichen von Sicherheitswachen bei Großveranstaltungen wie dem Biathlon-Weltcup oder Chiemsee-Summer über schwere Verkehrsunfälle bis hin zu Löscheinsätzen. Ungewöhnlich war, dass die Floriansjünger mehrmals gerufen wurden, um Rettungsdienst und Polizei bei Suiziden bzw. Suizidversuchen zu unterstützen. »

270 Aktive und Anwärter legten Leistungstest ab

Nach der Rekordzahl von 341 erfolgreich absolvierten Leistungsprüfungen im letzten Jahr sei zu erwarten gewesen, dass dies nicht wieder zu erreichen ist, so König. 270 Aktive und Anwärter legten einen Leistungstest ab. 167 Floriansjünger waren bei der Leistungsprüfung »Wasser« erfolgreich, 80 bei der Prüfung der »Technischen Hilfeleistung« und 23 Feuerwehranwärter absolvierten die Jugendleistungsprüfung. König warb zum wiederholten Male für die Leistungsprüfungen, die zum festen Bestandteil der Aus- und Fortbildung werden sollten.

An den beiden Truppmann-Lehrgängen in Siegsdorf und Unterwössen nahmen 63 Feuerwehrler teil. Bestens bewährt habe sich der Fachlehrgang »Technische Hilfeleistung«, bei dem sich 23 Aktive fortbilden ließen. König würdigte die Feuerwehren Grassau und Übersee für die Ausrichtung des Kurses und alle beteiligten Ausbilder für die hohe Qualität der Schulung.

Verbessert wurde die Fahrzeugausstattung bei der Feuerwehr Grabenstätt. Dort wurde ein Mehrzweckfahrzeug in Dienst gestellt. Bei der Feuerwehr Reit im Winkl gehört ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug zur Fahrzeugflotte. Personelle Veränderung in der Führung gab es bei der Feuerwehr Ruhpolding. Dort wurden Michael Mayer zum 1. Kommandant und Roman Rasch zum Stellvertreter gewählt. Die Aktiven der Feuerwehr Unterwössen wählten Michael Klauser zum 1. Kommandant, in Siegsdorf ist Hansjörg Mayer neuer 2. Kommandant.

Jugendfeuerwehrtag 2016 ist in Petting

Dass es den Feuerwehren im Inspektionsbereich gelingt, die Jugend für den ehrenamtlichen Dienst zu begeistern, davon zeuge die starke Beteiligung am Wissenstest. 115 Buben und Mädchen der Jugendfeuerwehr nahmen daran teil. Großes Interesse fand auch der Jugendtag im Inspektionsbereich, der von der Feuerwehr Inzell ausgerichtet wurde. Der Kreisjugendfeuerwehrtag 2016 findet am 9. Juli in Petting statt. Für 2017 hat die Feuerwehr Siegsdorf ihre Bereitschaft zur Durchführung des großen Jugendtreffens erklärt.

Grabenstätts Bürgermeister Georg Schützinger zollte den Feuerwehren im Namen aller Rathauschefs des Inspektionsbereichs Respekt und dankte für die stete Einsatzbereitschaft und das ehrenamtliche Engagement. »Die Führungskräfte motivieren die Mannschaft, spornen zu Übung und Fortbildung an, fordern zu Leistungsprüfungen auf und leiten Einsätze verschiedenster Art.« Diese Verantwortung und dieses Engagement verdiene hohe Anerkennung und Respekt, so Schützinger.

Der Chef der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, Gerhard Meier, betonte, dass eine erfolgreiche Einsatzbewältigung nur im gemeinsamen Zusammenwirken von Polizei, Feuerwehr und Hilfs- und Rettungsdiensten möglich sei. Er würdigte die vielfältige Unterstützung der Polizei durch die Feuerwehren und wünschte, dass sich die enge und gute Zusammenarbeit fortsetzen möge. pv

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