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Steigende Mitgliederzahlen beim Förderverein Maxhütte

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Bergen – Prächtig entwickelt hat sich die Mitgliederzahl des Fördervereins Maxhütte, der seit 16 Jahren besteht und seitdem von Hans Reich als Vorsitzenden geführt wird. Dieser berichtete in der Jahreshauptversammlung im Gasthaus zur Post, dass der Verein aktuell 237 Mitglieder zählt, wovon neun erst im vergangenen Jahr beigetreten sind.


Im Durchschnitt besuchen pro Jahr 2500 Personen das Museum Maxhütte, die unter anderem von den ehrenamtlichen Führern Monika Berlitz, Herbert Scheidsach und Dr. Peter Rölz betreut werden. »Auch ich führe regelmäßig Führungen durch«, sagte Reich und betonte dabei die wichtige Vermittlung der Geschichte der Maxhütte.

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Der Vorsitzende erinnerte auch an die alljährliche Putzaktion in den Wintermonaten, damit am 1. Mai in die neue Saison – sie dauert bis 3. Oktober – gestartet werden kann. So müssen die vielen Vitrinen, die Podeste und Exponate aufwändig sauber gemacht werden. Ebenfalls muss die Technik überprüft werden, da immer wieder Reparaturen anfallen.

Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr waren die Lesungen vom Buchautor Robert Gapp und Ortsheimatpfleger Sigmund Gehmacher aus dem Buch »Geschichten rund um Bergen und der Maxhütte« mit musikalischer Begleitung von Conny und Monika Mörtl.

Weitere Glanzpunkte des Jahres waren laut Reich der traditionelle Törggelen und das museumspädagogische Programm für Kinder. So gab es bei Letzterem eine kindgerechte Führung, ein heiteres Quiz und im Werkraum konnte Zinn gegossen werden. Die Kinder arbeiteten dabei mit Formkästen, Formsand und Modellen, wie in einer echten Gießerei.

Reich erzählte zudem vom Vereinsausflug, der 2015 zur Landesausstellung »Napoleon in Bayern« nach Ingolstadt führte. Er ging aber auch auf die Konzerte und Ausstellungen im Museum ein, gab die Neuauflage des Bergener Heimatbuches bekannt und stellte die neue Internetseite vor. In diesem Zusammenhang bedankte er sich auch bei Günter Niggl von der Gemeinde Bergen für die großartige Unterstützung.

In seinem Bericht erinnerte der Vorsitzende auch an den Verkauf des Hauses durch die Gemeinde, in dem das Heimatmuseum »Blauer Anger« jahrelang untergebracht war. Der Verein hat dafür einen Raum im Keller des Rathauses zum Aufbau eines Archivs erhalten. Ortsheimatpfleger Sigmund Gehmacher und die Schriftführerin des Fördervereins Maxhütte, Bettina Böttner-Apfelstädt, sind seit Wochen damit beschäftigt. Außerdem sind auch in den Räumen der örtlichen Tourist-Info noch Exponate aus dem Museum »Blauer Anger« aufbewahrt.

Geplant ist für heuer die Errichtung einer historischen Küche im »Schlackenhaus«. Benötigt werden dafür noch ein alter Herd und altes Geschirr, die vielleicht in so manchen Kellern und Dachböden in Bergen zu finden sind.

Das Jahresprogramm für 2016 wird momentan noch erstellt. Fest steht aber bereits, dass sich das Museum Maxhütte am internationalen Museumstag beteiligten wird. Geplant sind auch Kulturführungen sowie Ausstellungen und Konzerte im Museum.

Bürgermeister Stefan Schneider sprach Reich und den Mitgliedern der Vorstandschaft Dankesworte aus und freute sich über die Bewahrung der Geschichte der früheren Maxhütte durch den Förderverein und würdigte besonders das ehrenamtliche Engagement von Reich. Der Bürgermeister sicherte dem Förderverein die volle Unterstützung der Gemeinde zu.

Der stellvertretende Vorsitzende Lorenz Knirsch gab bekannt, dass Hans Reich 2015 in München die Bezirkstagsmedaille für besondere Verdienste verliehen bekam und bedankte sich bei ihm für sein großes ehrenamtliches Wirken.

Gustl Lex, Ortsheimatpfleger aus Grabenstätt las zum Abschluss noch Geschichten aus den Büchern von Maria Großglettner vor, die ihre Kinder- und Jugendjahre in Bergen-Maxhütte verbracht hatte. OH