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Stefanutti führt Wasserbeschaffungsverband

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Johann Stefanutti senior lenkt auch weiterhin die Geschicke des Wasserbeschaffungsverbandes Grabenstätt. Ihm zur Seite steht die neue Zweite Vorsitzende Silvia Binder. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Johann Stefanutti senior steht auch in den kommenden fünf Jahren an der Spitze des Wasserbeschaffungsverbandes (WBV) Grabenstätt. Dies ergaben die Neuwahlen im Gasthof »Grabenstätter Hof«. Silvia Binder wurde einstimmig zur neuen Zweiten Vorsitzenden gewählt. Sie löst Stefan Spitzl ab, der aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierte. Die Vorstandschaft komplettieren die bisherigen Beisitzer Elisabeth Bartsch, Karl-Heinz Austermayer und Paul Osenstetter sowie die neuen Beisitzer Stefan Spitzl und Thomas Langerspacher. Oliva Neist und Sepp Juretschke schieden auf eigenem Wunsch aus.


Die Mitglieder segneten bei einer Gegenstimme eine Änderung der Beitrags- und Gebührenordnung ab, wonach der Verband künftig die Kosten für Reparatur und Unterhalt der Grundstücksanschlüsse im öffentlichen Bereich übernimmt. Einher geht dies mit einer Erhöhung der Grundgebühr um 40 Prozent.

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Im Vergleich zu anderen Wasserversorgern sei man aber immer noch günstig, so Stefanutti. Alle Schäden auf Privatgrundstücken würden über die normale Hausratsversicherung laufen, merkte Spitzl an. Er wollte aber nicht ausschließen, dass die Grundgebühr wenn möglich wieder gesenkt werde. Der Wasserpreis wurde wieder auf 0,72 Euro pro Kubikmeter erhöht. Der Preis hatte 20 Jahre lang bei 0,72 Euro gelegen und war vor drei Jahren auf 0,65 Euro gesenkt worden.

Verbandsvorsteher Stefanutti verwies auf das neue EDV-Wasserprogramm, das »nach 15 bzw. 16 Jahren unbedingt notwendig war und bereits gut läuft«. Im Vorjahr habe man im Tausch zwei Grundstücke an der Steinweiherquelle erworben. Jetzt passe dort alles. Sollte die Quelle irgendwann einmal nicht mehr funktionieren, bestünde die Möglichkeit, einen neuen Brunnen zu bohren.

Manuela Pitei berichtete von Einnahmen in Höhe von 117 788 Euro im vergangenen Jahr. Die Ausgaben sanken auf 107 194 Euro. Den Rücklagen musste man über 10 000 Euro entnehmen. Der Haushaltsvoranschlag 2013 schließt im Verwaltungshaushalt mit 115 700 Euro und im Vermögenshaushalt mit 26 750 Euro. Da die im Verwaltungshaushalt 2013 eigentlich veranschlagten Einnahmen in Höhe von 96 000 Euro »nicht ganz ausreichen«, müsse man dem Vermögenshaushalt 19 700 Euro entnehmen, erklärte Pitei.

Wie Wasserwart Bernhard Rathspieler mitteilte, seien 2012 56 Meter neue Versorgungsleitungen hinzugekommen. Das gesamte Netz sei 16,2 Kilometer lang; versorgt werden 1550 Einwohner. Die Fördermenge stieg um 4,7 Prozent auf 91 649 Kubikmeter und der Wasserverkauf um 1,4 Prozent auf 76843 Kubikmeter. Hinzu kommen 830 Kubikmeter Eigenverbrauch und 757 Kubikmeter Wasserzähler-Messfehler. Der Wasserverlust habe 13 219 Kubikmeter, also 16,9 Prozent betragen, bedauerte Rathspieler den eigenen Negativrekord. Er betonte, dass man mittlerweile eine ganze Reihe kaputter Rohre und Schieber ausfindig machen konnte und repariert beziehungsweise ausgetauscht habe. Die Zusammenarbeit mit dem Wasserbeschaffungsverband Übersee und der Mühlener Gruppe klappe Stefanutti zufolge hervorragend. Dies habe man erst beim Hochwasser wieder gesehen. Bürgermeister Georg Schützinger lobte das gute Miteinander zwischen Verband und Gemeinde. mmü