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Stefan Schneider folgt auf Josef Loferer

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Auf Josef Loferer (Bürgermeister aus Schleching, links) folgt Stefan Schneider (Bürgermeister aus Bergen) als Vorsitzender beim Verein Ökomodell Achental. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – Sechs Jahre lag die Führung des Vereins Ökomodell Achental in den Händen des Schlechinger Bürgermeisters Josef Loferer.


In der Jahreshauptversammlung im Gasthof zum Ott gab er die Führung nun ab. Einstimmig gewählt wurde Stefan Schneider, der Bürgermeister aus Bergen.

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In seinem Rückblick ging Josef Loferer auf ein ereignisreiches Jahr ein. Zum ersten Mal habe es hinsichtlich des Programms »Integrierte ländliche Entwicklung« ein Netzwerktreffen aller Beteiligten mit intensivem Erfahrungsaustausch gegeben, so Loferer. Ein laufendes Projekt in diesem Förderrahmen sei die Überarbeitung und Neugestaltung der Vereinshomepage sowie das Ausgleichsflächenkonzept. Hierbei werde ein Ökokonto für alle Gemeinden mit dem Ziel, landwirtschaftliche Flächen nicht zu belasten, entwickelt.

Ladeinfrastruktur für E-Mobilität vorangetrieben

Auch im Bereich »Klimaschutzmanagement« sei einiges erreicht worden. »So konnte der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität vorangetrieben werden. Zudem gab es kostenloses Probefahren von E-Fahrzeugen«, informierte Loferer. »Energieberatungen nahmen Privatpersonen wie Kommunen in Anspruch und der Ausbau der Fernwärme Bergen sowie der Umbau des Maxhüttengebäudes wurden vom Ökomodell unterstützt und begleitet.«

Ein wichtiger Bereich im Ökomodell sei die Gebietsbetreuung, die Kathrin Schwarz übernehme. Hauptaufgabe sei die Kontrolle wertvoller Flächen und die saisonale Besucherlenkung. Zudem wurden vier Wassersafaris im Rahmen des Kinderferienprogramms angeboten.

Loferer informierte zudem, dass wieder einige Besuchergruppen beim Ökomodell zu Gast gewesen seien und das Ökomodell auch bei verschiedenen Veranstaltungen präsent gewesen sei. Auch Schilder mit dem Appell an Hundebesitzer, Wiesen sauber zu halten, seien erstellt und aufgestellt worden. »Des Weiteren wurde in den neun Gemeinden des Ökomodellvereins eine gemeinsame Gästekontrolleurin eingesetzt.« Loferer verwies auf den Bauernmarkt mit wechselnden Aktionen sowie auf die neue Wanderkarte Achental, die das Ökomodell mit den Touristinformationen entwickelt hat. Letztlich berichtete er von der Klausur des Vorstands, um die Zielrichtung für die nächsten Jahre festzulegen.

In seiner Abschiedsrede betonte der Vorsitzende, dass alle Entscheidungen nur dem Zweck dienten, die Bürger des Achentals im Einklang mit der Natur voranzubringen. »Nur im Team sind wir stark und können die Zukunft gestalten. Es darf nicht dazu kommen, dass wir von der Zukunft gestaltet werden«, sagte Loferer.

Bewusstsein für dieses Problem

Geschäftsleiter Wolfgang Wimmer ging auf das Thema Kreuzkraut ein. Mittlerweile sei, auch durch die Initiative von Landwirt Hans Maier aus Übersee, ein Bewusstsein für dieses Problem geschaffen worden. Positives berichtete er vom Biomassehof. Der Holzvergaser, der erst im Juni in Betrieb ging, sei bereits erweitert worden. Jetzt könnten über 1000 Haushalte mit Strom beliefert und 500 Haushalte mit Wärme allein aus dem Holzvergaser versorgt werden.

Er könne sich mit den Zielen des Ökomodells zu 100 Prozent identifizieren, betonte Stefan Schneider. Der Bergener Bürgermeister wurde einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Sein Stellvertreter bleibt Andreas Scheck, Bürgermeister aus Marquartstein. Ludwig Entfellner, Bürgermeister aus Unterwössen, übt weiterhin das Amt des Schatzmeisters aus. Hans Höglauer, Dr. Klaus Thiele wie auch Bernd Gietl kandidierten nicht mehr für den Beirat. Nachdem es für den Beirat sogar sieben Bewerber gab, einigte sich die Versammlung, alle sieben zu wählen: Jürgen Branz, Hans Maier, Dr. Hans Grabmüller, Barthl Irlinger, Bertl Pletschacher, Paul Höglmüller und Stefan Kattari bilden nun den neuen Beirat. Einstimmig wurden zudem die Kassenprüfer Hans-Michael Heser und Michael Scheck wiedergewählt.

Abschließend stellte Kathrin Schwarz ihre Masterarbeit zum Thema »Tiroler Achen 1906 bis 2016« vor, zeigte die Veränderung des Flusslaufs wie auch die Bedeutung des Flusses früher und heute. »Die Arche wird immer länger und der Chiemsee immer kleiner«, folgerte sie. 2018 wird die »Tiroler Ache« als Thema im Mittelpunkt stehen. Ausstellungen, Aktionen und Veranstaltungen sind geplant. tb

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