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Staubsauger Zug um Zug effizienter

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Stromlinienform fürs Stromsparen: Peter Aicher zeigt auf die geänderte Luftführung eines neuen Staubsaugers, die trotz sparsamen Motors eine hohe Leistung gewährleisten soll. (Foto: Fischer)

Traunstein. EU-weit verordnetes Stromsparen ist seit 1. September auch für neue Staubsauger angesagt. Seitdem ist das sogenannte Energielabel für alle Neugeräte verpflichtend. Auf dem mehrfarbigen Schild finden sich die Leistung und der Stromverbrauch des jeweiligen Staubsaugertyps. Zusätzlich zu den Effizienzdaten enthält das Label Angaben zu Reinigungsleistung, Geräuschentwicklung und Staubemission. Das Traunsteiner Tagblatt hat sich mit dem Traunsteiner Elektrogerätehändler Peter Aicher, dem Inhaber von Elektro Wandler, über die neuen EU-Richtlinie unterhalten.


Eines steht fest: »Solange ältere Geräte im Bestand sind, dürfen wir sie verkaufen«, klärt Peter Aicher auf. Doch die Hersteller haben bereits Mitte August die Produktion von stromfressenden Staubsaugern eingestellt. »Jede Firma hat jetzt ein besonders sparsames Gerät im Angebot«, weiß der Fachmann. Neue Motoren und Luftwege sollen dafür sorgen, dass die Saugleistung nicht abnimmt. »Ein großes Anliegen der Hersteller ist es natürlich, den Leistungsverlust technisch auszugleichen«, so Peter Aicher. Und fügt lachend hinzu: »Manche Geräte sind halt trotzdem ein bisserl schwächer«.

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Jedes Gerät erhält eine Energieeffizienzklasse. Die Klassen werden mit Großbuchstaben angegeben. Die sparsamsten Staubsauger erhalten zunächst ein A. Schritt für Schritt kommen bis zum Jahr 2017 weitere Klassen bis hin zu A+++ hinzu. Dann werden die Klassen auf den Schildern entsprechend angepasst. Unabhängig von der Bezeichnung gilt jedoch immer: »Je weiter das Gerät im grünen Bereich ist, desto effizienter arbeitet es«, erklärt der erfahrene Geschäftsmann. Momentan im Angebot sind Geräte bis maximal 1 600 Watt. Was einer Leistung von höchstens 62 Kilowattstunden pro Jahr entspricht. Aktuelle Topgeräte kommen mit 800 Watt aus.

Er könne Kunden, die von der neuen EU-Verordnung nicht begeistert sind, verstehen, gibt Aicher zu. »Aber, wenn es was bringt, ist das doch gut«, sagt der Fachmann. Denn man müsse bedenken, dass sich selbst eine geringe Ersparnis im Lauf der Zeit summiert. Und überhaupt: »Die Kunden können nicht aus«, so der Experte.

Aus seiner langjährigen Erfahrung im Verkauf von Staubsaugern kann Peter Aicher fundiert aus dem Nähkästchen plaudern. So weiß er zum Beispiel, dass man Staubsauger am liebsten im Frühjahr kauft. Und, dass Staubsauger nach etwa 8 und 15 Jahren kaputt gehen. Auch kann der Fachmann feststellen, dass der Trend der beutellosen Geräte vorbei ist. »Die muss man aufwändig reinigen. Außerdem sind sie für Allergiker nicht optimal«, weiß Aicher. Da sind die Geräte mit klassischen Beuteln besser. »Und die schauen noch genauso aus wie früher«, lacht der Fachmann. cfs