weather-image
29°

Statt durch Chieming über die Nordumfahrung

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Das Hinweisschild auf die Autobahn an der Abzweigung der Staatsstraße in Richtung Sondermoning an der Bundesstraße 304 bei Matzing soll verschwinden. Ziel ist es, dass weniger Verkehr nach Sondermoning und Chieming kommt. Es könnte auch ein Hinweis auf die Traunsteiner Nordostumfahrung angebracht werden. (Foto: Humm)

Chieming. Wege zur Verbesserung der Verkehrssituation in Chieming und die Vorstellung von Heinrich Wallner zum Bezirkstagskandidaten der Bayernpartei standen im Mittelpunkt einer Veranstaltung der Bürgerlich-Bäuerlichen Wählergruppe Chieming (BBW) im Gasthof Oberwirt. Dabei ging es vor allem um Maßnahmen, den Schwerlastverkehr aus Chieming herauszubringen.


So soll das Hinweisschild bei Matzing zur Autobahn möglichst schnell entfernt werden. Dadurch könnte erreicht werden, dass weniger Fahrzeuge durch Sondermoning und Chieming zur Anschlussstelle Grabenstätt fahren. Ferner sollte an der Abzweigung bei Matzing in Richtung Sondermoning ein Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen aufgestellt werden. Der Schwerlastverkehr, so hieß es, sollte doch die neue Nordost-Umfahrung von Traunstein benutzen.

Anzeige

Vorsitzender Franz Unterreiner sagte, ein erster Schritt könnte auch sein, den Ort Chieming im Sommer für den Schwerlastverkehr zu sperren, da die Nordostumfahrung als Ausweichstraße vorhanden ist. Die Bürger seien es leid, von täglich bis zu 10 000 Autos und 800 Lastwagen überrollt zu werden. Beim Neujahrsempfang des CSU-Kreisverbandes in Chieming hat nach Angaben von Heinrich Wallner Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer gesagt, er könnte sich durch die Fertigstellung der Nordostumfahrung eine Durchfahrtssperre für den Schwerlastverkehr durch Sondermoning und Chieming vorstellen. Wallner forderte Chiemings Bürger auf, aktiv zu werden und für Druck bei den Behörden zu sorgen.

Gebhard Gaßner sagte, schon im Frühjahr sollten Zeichen dafür gesetzt werden und wenn nötig, sollten Chiemings Bürger auf die Straße gehen. Er sprach sich ferner für die Einberufung einer Versammlung aus: »Wir müssen gemeinsam an einem Strang ziehen«.

Wallner befürwortete jede legale Art einer Initiative, stellte als Vorbild das Nachbarland Tirol heraus, das sogar für Bürgerauftritte Bundesstraßen gesperrt haben soll.

Ortsheimatpfleger Hubert Steiner sprach über Gefahrgutfahrzeuge, die bei möglichen Unfällen im Bereich des Chieminger Seeufers eine Umweltkatastrophe einleiten könnten.

Anzer erwähnte die Problematik der Vermieter entlang der Hauptstraße, da selbst Stammgäste wegen des starken Schwerlastverkehrs dort immer mehr ausbleiben und erinnerte, dass Vermieter für viel Geld Unterkünfte erstellt und saniert haben.

Engelbert Enzinger ging auf die Verkehrssituation kurz nach dem Ortseingang von Chieming aus Richtung Laimgrub ein und sah den dortigen Kreuzungsbereich (Winkelzaun/Hauptstraße/Theresienstraße) als eine große Gefahrenstelle, die nach seiner Meinung durch eine Querungshilfe mit Versetzen der Kapelle und stark reduziertem Straßenverkehr entschärft werden könnte.

Wallner, der der Bayernpartei angehört, stellte sich als Direktkandidat für den Bezirkstag vor, nannte diese Partei heimatverbunden und meinte, mit ihr sei es möglich, die Ziele zur Förderung und Erhaltung bayerischen Kulturgutes zu verwirklichen und ging auf die Struktur und Aufgaben des Bezirks Oberbayern ein. Untereiner kündigte an, die BBW Chieming werde Wallner unterstützen.

Sebastian Heller sprach über den demografischen Wandel und sagte, bis 2021 werde der Anteil an über 60-Jährigen im Gemeindebereich Chieming um 15 Prozent zunehmen. Im April oder Mai wolle man zu diesem Thema eine Bürgerkonferenz abhalten. Dabei sollen die Barrierefreiheit, das Engagement gegen Altersarmut und das Wohnen daheim, statt wohnen im Heim, zentrale Themen sein. OH