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Startschuss für langersehnten Radwegbau

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Startschuss für ein seit langem erwartetes Bauprojekt: Bei einem Ortstermin wurde den Bürgermeistern (von links) Benno Graf (Chieming), Franz Parzinger (Traunreut) und Hans Gnadl (Nußdorf) die Planung des Geh- und Radweges von Matzing bis Sondermoning vorgestellt. Sebald König und Peter Maltan (rechts) vom Staatlichen Bauamt stellten die Trassenführung vor. (Foto: Volk)

Nußdorf. Nach mehr als drei Jahren der Planung, der mehrmaligen Änderung der Trassenführung und schwierigen Grundstücksverhandlungen ist der Startschuss für den ersten Bauabschnitt des Geh- und Radwegs an der Staatsstraße 2096 zwischen Matzing und Sondermoning gefallen. Bei einem Ortstermin in Litzlwalchen stellten Sebald König und Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt Traunstein das Projekt den Bürgermeistern Franz Parzinger, Hans Gnadl und Benno Graf vor. Die drei Rathauschefs zeigten sich erfreut, dass die Radwegverbindung nun endlich realisiert wird.


Sebald König, Leiter des Staatlichen Bauamts, hob hervor, dass durch den Bau des Radwegs zwischen Traunreut und dem Chiemsee eine Lücke im Radwegenetz geschlossen wird. Der Bau des insgesamt eine Million Euro teuren Radwegs wird aus dem Radwegeprogramm des Freistaats Bayern finanziert. König würdigte das beharrliche Bemühen der drei Kommunen, besonders des Nußdorfer Rathauschefs Hans Gnadl, der nicht locker ließ und viele Male beim Bauamt vorsprach, bis es vor kurzem zur Ausschreibung der Baumaßnahme gekommen ist.

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Für Traunreuts Bürgermeister Franz Parzinger ist die Verwirklichung der Baumaßnahme ein Zeichen der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt Traunreut und den Gemeinden Nußdorf und Chieming. »Wenn gemeinsam und engagiert ein Ziel verfolgt wird, dann gelingt auch die Umsetzung«, betonte Parzinger. Der Radweg entlang der Staatsstraße sei als sichere Radwegverbindung zwischen Matzing und Sondermoning für Berufstätige und Schüler ebenso wichtig, wie für den Tourismus. Finanziert durch das staatliche Förderprogramm für den Radwegbau können die Gemeinden für relativ wenig Geld Bedeutendes für die Bürger schaffen.

Benno Graf bekannte, dass für die Gemeinde Chieming der Bau eines Radweges zwischen Arlaching und Ising höhere Priorität habe, doch an zweiter Stelle stehe die durchgehende Radwegverbindung zwischen Chieming und der Stadt Traunreut. Graf freute besonders, dass durch die zuletzt entwickelte Trassenführung auch der Ortsteil Manholding bestmöglich angebunden ist.

Hans Gnadl sprach den Grundstücksanliegern seinen Dank aus. Zwar seien die Grundstücksverhandlungen teilweise alles andere als einfach gewesen, letztlich hätten aber alle guten Willen bewiesen und durch die Grundstücksabtretung die Basis für den Bau gelegt.

Peter Maltan informierte, dass der neue Geh- und Radweg eine Gesamtlänge von 2,8 Kilometern hat. Der erste Bauabschnitt mit einer Länge von 1,7 Kilometern wird rund 300 000 Euro kosten. Die Weiterführung bis zum Anschluss an den bereits bestehenden Radweg auf Höhe von Manholding wird rund 700 000 Euro ausmachen. Bei Manholding wird eine Unterführung gebaut, die ein kreuzungsfreies und gefahrloses Wechseln der Staatsstraße ermöglicht, denn in Richtung Sondermoning verläuft der schon bestehende Geh- und Radweg südlich der Straße. Diese Unterführung wird rund 400 000 Euro kosten. Die Baumaßnahme ist im Staatsanzeiger bereits öffentlich ausgeschrieben. Die Submission soll Ende März erfolgen. Anfang Mai sollen die Bagger anrollen und mit dem Bau des Geh- und Radwegs begonnen werden. pv

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