weather-image
-1°

Standortübungsplatz Kammer bleibt von Bedeutung

5.0
5.0

Neben strukturellen und sicherheitspolitischen Fragen stand die Bedeutung der Bundeswehr in der Region im Mittelpunkt eines Informationsaustauschs von Vertretern des Außen- und sicherheitspolitischen Arbeitskreises (ASP) Traunstein mit Brigadegeneral Michael Matz sowie von Offizieren und Soldaten. Matz unterstrich nicht nur die im Zuge der vergangenen Reformen stetig aufgewertete Rolle der Gebirgsjägerbrigade, sondern betonte auch die Unverzichtbarkeit des Standortübungsplatzes in Kammer.


Der Bundeswehrstandort Bad Reichenhall sei durch die erfolgten Reformen beständig aufgewertet worden. Der Übungsplatz in Kammer sei dabei nach wie vor von großer Bedeutung. »Wir brauchen den Truppenübungsplatz in Kammer. Er wird stark genutzt und weiter ausgebaut«, stellte Matz klar.

Anzeige

Er machte auch deutlich, dass das Profil und die Fähigkeiten der Gebirgsjäger gebraucht werden. Das gelte auch für die Tragtierkompanie, die zum Beispiel in den Bergen Afghanistans zum Einsatz komme. Die Gebirgsjäger seien eine Einsatz- und Kampfbrigade und am Engagement der Bundeswehr in Afghanistan in hohem Maße beteiligt. Dies sei mit Gefahr für Leib und Leben verbunden, was in Teilen der deutschen Gesellschaft immer noch nicht wahrgenommen oder verdrängt werde.

Als Folge der Auslandseinsätze sei man verstärkt mit posttraumatischen Störungen bei heimkehrenden Soldaten konfrontiert. Auch für die Familien der Soldaten brächten die Auslandseinsätze enorme Belastungen mit sich. Vom Landtagsabgeordneten Klaus Steiner nach der Entwicklung und den Fortschritten in Afghanistan gefragt, antwortete Matz, der Erfolg des Einsatzes werde sich aber erst in Zukunft erweisen.

Mit den Kommunen und Landkreisen bestünde auf vielfältige Weise ein enger Kontakt und Zusammenarbeit bis hin zum Beitrag der Bundeswehr für den Katastrophenschutz. Die Kommunen profitierten in mehrfacher Hinsicht von der Präsenz der Bundeswehr in der Region. So sichere etwa die rege Bautätigkeit in den Kasernen dem örtlichen Handwerk beständig Aufträge. »Auch Soldaten zahlen Steuern. Auch Soldaten haben Kaufkraft. Und auch Soldaten gründen Familien«, so General Matz.

Klaus Steiner bekannte sich mit klaren Worten zur Bundeswehr und deren Bedeutung für die Sicherheit Deutschlands. Die Truppe dürfe nicht weiter Spielball haushaltspolitischer Überlegungen sein. »Wir können die Bundeswehr nicht einerseits mit immer neuen Einsätzen belasten und andererseits ständig Kürzungen im Wehretat vornehmen«, mahnte der Abgeordnete. Bjr

- Anzeige -