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Städtische Kläranlage wird saniert

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Traunstein. Die Städtische Kläranlage ist in die Jahre gekommen. Der Stadtrat hat deshalb in seiner gestrigen Weihnachtssitzung einstimmig beschlossen, dass die Wärmeerzeugungsanlage optimiert und die Räumerlaufbahn der Nachklärbecken saniert wird. Die Mittel für diese Maßnahmen werden in den Haushalten 2013 und 2014 bereit gestellt.


Die Kläranlage wurde in den 1980er Jahren errichtet. »Hier haben sich Änderungen in der Substanz und der Technik ergeben«, betonte Oberbürgermeister Manfred Kösterke. Stadtrat Wilfried Schott von den Grünen regte an, sich einmal grundsätzlich mit dem Thema Kläranlage im Stadtrat zu beschäftigen. »Ich wende mich nicht gegen die Kläranlage. Wir sollten nur überlegen, wie wir die Zukunft der Kläranlage gestalten wollen«, sagte er.

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Kösterke hielt dies aber für nicht notwendig. »Ein Neubau etwa würde nur immense Kosten verursachen.« Trotzdem wären auch bei einer neuen Anlage ständig Wartungs- und Sanierungsarbeiten zu erledigen, schließlich laufe die Anlage rund um die Uhr, betonte Kösterke. »Unsere Kläranlage ist ja auch auf einem guten Stand, und damit das so bleibt, arbeiten wir eben ständig daran«, führte der Oberbürgermeister weiter aus.

Auch Stadtrat Karl Schulz (CSU) pflichtete Kösterke bei: »Eine Kläranlage ist eine Pflichtaufgabe jeder Kommune. Das bringe allen etwas, betonte Schulz weiter: »Daher ist jeder Euro gut investiert.« Zumal diese auch gebührenrelevant sei, wie Kösterke ergänzte. Schließlich sind auch die Gemeinden Vachendorf, Siegsdorf, Surberg und Neukirchen an die Traunsteiner Kläranlage angeschlossen. Die betroffenen Bürgermeister wurden über die bevorstehenden Maßnahmen auch bereits informiert. »Es gab keinerlei Kritik von ihnen«, sagte Zweiter Bürgermeister Hans Zillner.

Bei einer der beiden Maßnahmen, die nun umgesetzt werden, wird die bestehende Heizungsanlage optimiert. Für 2013 sind 75 000 Euro dafür in den Haushalt eingestellt. Die Sanierung der Räumerlaufbahn der Nachklärbecken ist kostenintensiver. Erste Berechnungen haben ergeben, dass dafür wohl 225 000 Euro zur Verfügung gestellt werden müssen, die ebenfalls auf zwei Jahre aufgeteilt werden.

Einstimmig vergab der Stadtrat auch den Auftrag für die Klärschlammverwertung für das neue Jahr. Der Klärschlamm, der ein Volumen von rund 3500 Tonnen hat, wird von einer Umweltservicefirma aus Menden entsorgt. Die Kosten hierfür belaufen sich auf rund 168 900 Euro. SB