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Städtebausanierung beantragt

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Das denkmalgeschützte Gasthaus zur Mauth, erstmals erwähnt um 1791 und heute im Besitz der Brauerei Aying. Sie möchte das historische Gebäude sanieren und hier wieder ein bayerisches Wirtshaus eröffnen. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach. Städtebauliche Mängel sieht der Staudach-Egerndacher Gemeinderat im Umfeld des Gasthofs zur Mauth, des Verkehrsbüros und der kleinen Brücke im Ortszentrum. In der jüngsten Sitzung entschied das Gremium nun, eine Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm zu beantragen.


Der Gasthof zur Mauth, im Besitz der Brauerei Aying, steht unter Denkmalschutz. Nun möchte die Brauerei das Gebäude aufwendig sanieren und auch das Umfeld neu gestalten. Dies wäre jedoch leichter, so Bürgermeister Hans Pertl, wenn ein Städtebauförderungsprogramm hierfür vorliege. Den Antrag hierfür müsse die Gemeinde stellen und ein Sanierungsgebiet festlegen. Weitere städtebauliche Mängel, so der Rathauschef weiter, gäbe es aber auch im Umfeld des Verkehrsbüros. Auch die Brücke von der Einmündung bis zur Kreisstraße sei in einem schlechten Zustand.

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Der Vorteil der Gemeinde sei, dass für die Beseitigung von Missständen mit einem Zuschuss bis zu 60 Prozent zu rechnen sei. Sicherlich müsse die Gemeinde auch Eigenkapital in die Hand nehmen, doch ohne Sanierungsförderung sei dies bedeutend teurer. An der Sanierung der Gaststätte sei die Gemeinde jedoch finanziell nicht beteiligt.

Im ersten Schritt müsse man nun das Sanierungsgebiet mit den städtebaulichen Mängeln festlegen und beschreiben. Danach könne die Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm beantragt werden. Die Regierung prüfe dann das Sanierungskonzept.

Günther Sturm fragte an, ob der Gasthof auch als Asylbewerberheim genützt werden könnte. Laut Pertl sei dieses Gebäude dafür ungeeignet. Martina Gaukler wusste, dass die Brauerei an der alten Wirtshaustradition festhalten wolle und die historische Mauth zu einer Erlebnisgastronomie ausbauen will. Evi Pöschl sah hier eine gute Gelegenheit, den Platz rund um den Gasthof aufzuwerten.

Eventuell, so Pertl, könnte die Brücke auch abgebrochen werden, da sie marode sei und eigentlich nicht mehr gebraucht werde. Einstimmig entschied der Rat, die Planungen in Auftrag zu geben. tb