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Städtebauliches Strategieprogramm erarbeiten

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Inzell. In der letzten Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause stellten Wolfgang Schuardt und Eva Weber vom Planungsbüro Schuardt die Planung für das neue Wohngebiet in Gschwall vor.


Das neue Wohn- und Mischgebiet beinhaltet zugleich die 18. Änderung des Flächennutzungsplanes. Daher wurde auch bereits Kontakt mit dem Landratsamt aufgenommen wegen einer neuen Abbiegespur in Boden. Festgesetzt wurden im Baugebiet Straßenbreiten von 5,90 Metern an der Einmündungsstraße über 5 Meter bei der Zufahrt zum Mischgebiet bis zu 4,10 Metern im reinen Wohngebiet.

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Bei der Diskussion über Gebäudehöhen kam man zu dem Entschluss, dass 6,70 Meter Wandhöhe ausreichend seien. Dies sei aber abhängig von den Proportionen, wobei die Höhe nur drei Viertel der Breite erreichen solle. Die Wandhöhen würden angepasst an das Gelände, das leicht abschüssig ist. Im Mischgebiet im nördlichen Teil soll der Bereich von der Straße zum Gebäude hin aufgefüllt werden, um optisch an das Wohngebiet angepasst zu werden. Georg Kamml (CSU) regte an, eine Zufahrt nach Westen für eventuelle Ausbaupläne zu erhalten, um Wohngebiete für nachfolgende Generationen zu sichern.

Schuardt sagte zu den geforderten Ausgleichsflächen, insgesamt gebe es im neuen Wohngebiet sehr viel Grünfläche mit Obstbäumen. Über den Feststellungsbeschluss waren sich die Gemeinderäte einig. Nur Annelie Gromoll (OBIC) stimmte gegen den Beschluss, da sie meinte, hier entstehe kein typisches, familiengerechtes Wohngebiet. Notwendig wäre zentrumsnahes Wohnen mit kurzen Wegen vor allem für die Kinder.

Weiter wurde ein Antrag von Dr. Elisabeth Sichtermann behandelt zum Umbau einer Doppelhaushälfte mit zwei Wohnungen in Hutterer 1. Beabsichtigt ist die Erweiterung des Hauses und Aufteilung in zwei Wohnungen. Dazu soll das Dach um etwa 1,30 Meter angehoben, der First gegenüber der zweiten Doppelhaushälfte nach Süden verschoben und erhöht werden. Weiter ist geplant, die südliche Hauswand abzubrechen und etwa 1,50 Meter weiter heraus zu ziehen. Auf der Südseite ist der Anbau eines Quergiebels mit Balkon vorgesehen. Gegen das Vorhaben gab es keine Einwände.

Ein Antrag zum Bau eines Pferdeunterstandes von Anita Baumgartner für ein Therapiezentrum wurde zunächst zurückgestellt, da diverse Unterlagen vom Landratsamt noch überprüft werden müssen und noch nicht bei der Gemeinde eingegangen sind.

Annelie Gromoll (OBIC) regte an, dass Gerhard Steinbacher (ITG) in der Gemeinderatssitzung zur Beteiligung der Gemeinde an der Inzeller Touristik GmbH Stellung nehmen soll. Nun wird Steinbacher zu einer der nächsten Sitzungen eingeladen.

Der Gemeinderat beschloss auch eine Regelung für die Bundes- und Landtagswahlen. Im Hinblick auf das Ortsbild sowie aus Gründen der Sauberkeit und des Umweltschutzes, aber auch zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit dürfen Wahlplakate frühestens vier Wochen vor den betreffenden Wahlen aufgestellt werden. Für den Plakatanschlag werden die gemeindlichen Plakatanschlagtafeln an der Fritz-Gastager-Straße, der Reichenhaller Straße, der Mahderbachbrücke und an der Schwimmbadstraße zur Verfügung gestellt. Die Aufstellung von Plakatgroßflächen, von Wahlständern und die Anbringung von Wahlplakaten an Beleuchtungsmasten werde nicht akzeptiert werden. Dennoch angebrachte Wahlwerbung werde kostenpflichtig entfernt.

Die Gemeinde hat die Aufnahme in das bayerische Städtebauförderprogramm beantragt. Nun teilte die Regierung mit, dass die Gemeinde mit ihren Planungen aufgenommen wurde und Mittel in Höhe von 252 000 Euro bewilligt werden. Daraufhin wurde dem vorzeitigen Beginn der Erstellung eines Strategiepapiers für 9900 Euro zugestimmt. Dieses soll die Grundlage für weitere Planungen und Konzepte bilden. Richard Hütter (Bürger für Inzell) betonte, dass die Vorstellungen der Gemeinde mit eingebracht werden sollen. »Wir müssen gemeinsam mit den Architekten die Vorhaben erarbeiten, die uns am Herzen liegen.«

Rudolf Heitauer (Forum Aktiv) wollte wissen, wann es denn am Busbahnhof mit dem Gebäude weitergehen soll. Geschäftsführer Walter Neudecker erwiderte, dass die Aufträge vergeben wurden und es in den nächsten Tagen losgeht. Das Gewerbegebiet »Sulzbacher Feld« wird im Frühjahr erschlossen, Baubeginn ist für Herbst 2014 vorgesehen. Der Pachtvertrag des Restaurants im Ludwig-Schwabl-Sportpark mit Ruud Wiechers wurde genehmigt.

Vergeben werden konnten die Arbeiten im Eisstadion (Bauunterhalt 2013) für die Außenanlagen, Malerarbeiten und die Asphaltbeschichtung. Beauftragt mit den Außenanlagen wurde die Firma Swietelsky aus Traunstein, die Firma Helmut Linner aus Tittmoning gab das wirtschaftlichste Angebot für die Malerarbeiten ab und erhielt somit den Auftrag und für die Beschichtung von Asphaltflächen wurde die Firma Feichtner und Bossert aus Traunreut ausgewählt. hw