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Städtebauförderung für Hotel Zur Post möglich

Inzell. Bald sechs Jahre ist es her, dass ein Großteil des Hotels zur Post in der Inzeller Ortsmitte einem verheerenden Brand zum Opfer gefallen ist. Seither sorgt die Brandruine bei Urlaubern und Einheimischen für Gesprächs- und Zündstoff. Bei der Jahresversammlung der Frauen-Union (FU) Inzell berichtete Bürgermeister Martin Hobmaier über die ersten Erfolge der Gemeinde bei ihrer Bemühung, das Grundstück zu erwerben und »dieses Haus und diesen Platz für die Zukunft nachhaltig zu entwickeln«.

Die Gemeinde sucht nun einen Investor, der den noch bestehenden Gebäudeteil beim Hotel Zur Post übernimmt. Auf dem restlichen Areal ist ein öffentlicher Platz angedacht. (Foto: Mergenthal)

Im Herbst habe er mit dem Grundstückseigentümer Rochus Nützel ein »ernsthaftes Gespräch« geführt mit dem Ergebnis, dass Nützel der Gemeinde ein Kaufangebot machte, so Hobmaier. Dieses Angebot habe die Gemeinde nun durch ein Gutachten prüfen lassen. »Wir wollen den Steuerzahler so wenig wie möglich belasten«, betonte der Rathauschef. Das Gutachten habe ergeben, dass das Kaufangebot in Ordnung sei.

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Inzwischen habe die Gemeinde auch bei der Städtebauförderung in München um Unterstützung gebeten. Bei einem Ortstermin habe er die mündliche Zusage bekommen, dass ein Zuschuss in Höhe von 60 Prozent im Rahmen der Städtebauförderung möglich sei, so Hobmaier. Um diese Förderung zu erhalten, müsse die Gemeinde einen zertifizierten Architekten beauftragen. Eine erste Besprechung mit einem solchen Architekten habe kürzlich stattgefunden. »Das Gespräch war sehr positiv«, berichtete der Bürgermeister.

Das bestehende Gebäude solle saniert und entweder touristisch oder als Wohn- und Geschäftshaus genutzt werden. Ziel sei es, einen Investor zu finden, der den größtenteils noch intakten Gebäudeteil übernimmt. Den Rest plane die Gemeinde, als öffentlichen Platz zu gestalten. Wenn sich das Ganze schwierig gestalte, erwäge man die Befragung der Bürger durch ein Ratsbegehren.

»Fest steht, dass bis Winter an der Fassade etwas gemacht wird«, versprach Hobmaier. Der Städtebauer habe der Gemeinde großes Lob ausgesprochen. Die Pläne sollen in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen vorgestellt werden. vm