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»Städte und Gemeinden müssen unterstützt werden«

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Günther Knoblauch, der SPD-Landtagsabgeordnete und frühere Mühldorfer Bürgermeister, war Hauptredner des 68. Dreikönigstreffens der SPD in Kirchanschöring. (Foto: K. Zehentner)

Kirchanschöring. Die Sozialdemokraten müssten bei Wahlen die Mehrheit anstreben und nicht nur 20 oder 25 Prozent der Stimmen, betonte Günther Knoblauch. Der SPD-Landtagsabgeordnete und frühere Mühldorfer Bürgermeister war als Hauptredner des 68. Dreikönigstreffens der SPD im Kirchanschöringer Salitersaal zu Gast.


Veranstalter des gut besuchten politischen Nachmittags waren die SPD-Kreisverbände Traunstein und des Berchtesgadener Landes. In seinen Ausführungen bestärkte Knoblauch die beiden anwesenden Landratskandidaten seiner Partei, Helmut Fürle (BGL) und Sepp Konhäuser (TS). Außerdem erinnerte er daran, dass die Sozialdemokraten mehr als andere Parteien für soziale Gerechtigkeit kämpften. Der Mindestlohn sei ein erster großer Schritt in diese Richtung.

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Ein besonderes Anliegen ist Knoblauch, der immerhin auf 23 Jahre als Erster Bürgermeister von Mühldorf und auf lange Jahre als führendes Mitglied des Städte- und Gemeindetages zurückblickt, die finanzielle Ausstattung der Kommunen. Auch in jeder anderen Hinsicht müssten die Städte und Gemeinden unterstützt werden, denn diese seien »der Garant, dass sich die Bürger und Bürgerinnen wohlfühlen!«

Der Traunsteiner SPD-Kreisvorsitzende Dirk Reichenau hatte die Veranstaltung eröffnet. Auf die Asylpolitik eingehend, erinnerte er daran, dass es schon in der Krippengeschichte Flüchtlinge gegeben habe. Dieses Thema gebe es auch heute noch. Eine Partei, die in ihrem Namen das Wort »christlich« trage, sollte darüber nachdenken, ob sie ihren Namen mit ihrer Politik vereinbaren könne. Ein Flüchtling flüchte immer aus gutem Grund.

Als »besondere Ehre und zugleich Verpflichtung« bezeichnete der Freilassinger Helmut Fürle seine Nominierung durch den SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land zum Landratskandidaten. Eine Ehre sei es ihm, weil er für die älteste Partei Deutschlands, der er immer die Treue gehalten habe, antreten dürfe. Eine Verpflichtung sei ihm seine Kandidatur, weil er bereits einmal kandidiert und dabei ein gutes Ergebnis erreicht habe. In der Folge sei er stellvertretender Landrat geworden. »Ich trete diesmal nicht an, um wieder stellvertretender Landrat zu werden, sondern um tatsächlich zum Landrat gewählt zu werden!«, betonte Fürle.

Schwerpunkte in seinem Programm werden typisch sozialdemokratische Themen sein wie Schulen und Bildung, bezahlbare Mieten, Sicherung der Arbeitsplätze im Landkreis, neue Konzepte für die Seniorenpolitik, den demografischen Wandel im Landkreis, die Infrastruktur, die touristische und wirtschaftliche Positionierung und die Entwicklung des Landkreises, die Zukunft der Krankenhäuser und die Energiewende.

Auch Sepp Konhäuser aus Ruhpolding, ebenfalls seit sechs Jahren stellvertretender Landrat im Landkreis Traustein, betonte, er wolle nicht einfach nur für dieses Amt kandidieren, um gute Ergebnisse einzufahren: »Der nächste Landrat soll Sepp Konhäuser heißen!« Er stehe für eine soziale und gerechte Politik. Arbeit sei das zentrale Element der Sozialabsicherung für die Bürger. Dazu seien eine gute Bildung der jungen Leute und eine gute Infrastruktur wichtig.

Hier nannte Konhäuser unter anderem den Unterhalt und die Erneuerung von Brücken, den Bau einer neuen Salzachbrücke, den verkehrsgerechten Ausbau der A 8 und eine Forcierung des Baus von notwendigen Ortsumfahrungen. Des Weiteren müsse man die ortsnahen Schulen erhalten und, wenn möglich, kleinere und arbeitsfähige Klassen bilden. Auch die Zukunft der ärztlichen Versorgung und der Breitbandausbau in allen Gemeinden sind Konhäuser ein Anliegen. kmz