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Stadtrat macht »Hausaufgaben«

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Traunreut. Nach dem Willen des Stadtrats soll die Breitbandinfrastruktur für einen schnelleren Internetzugang flächendeckend ausgebaut werden. Um in den Genuss von Zuschüssen im Rahmen eines neuen Förderprogramms des Freistaates Bayern zu kommen, in das die Stadt einsteigen möchte, müssen aber eine Reihe von Verfahrensschritten beachtet werden.


Ziel des Hochgeschwindigkeitsförderprogramms ist es, entscheidende Impulse für den bayernweiten Ausbau von modellhaften Hochgeschwindigkeitsversorgungen mit einer Mindestbandbreite von 50 Megabits pro Sekunde zu geben, um den IT- und Wirtschaftsstandort Bayern für das digitale Zeitalter mit hohen und sehr hohen Internetbandbreiten zu rüsten.

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In der jüngsten Stadtratssitzung erläuterte Ingenieur Gottfried Gänßle von der Breitbandberatung Bayern GmbH die Richtlinien des Förderprogramms, in das die Stadt einsteigen möchte. 19 Verfahrensschritte müssen zunächst erledigt werden. Das Verfahren könne sich bis zu eineinhalb Jahre hinziehen.

Zunächst müsse die räumliche Lage des Erschließungsgebietes festgelegt, die aktuelle Versorgung und der Bedarf in diesem Gebiet ermittelt werden. Letzterer muss ebenso öffentlich bekanntgegeben werden wie die Markterkundung. Der eigentliche Förderantrag bei der Regierung von Oberbayern kann erst gestellt werden, wenn das Vergabeverfahren abgeschlossen ist. Die Fördersätze bei einer Betriebslaufzeit von mindestens sieben Jahren liegen zwischen 40 und 80 Prozent. Der Höchstförderbetrag pro Kommune wird mit 500 000 Euro beziffert.

Priorität beim Breitbandausbau in Traunreut haben das östliche Gewerbegebiet und der Bereich in und um Matzing, aber auch die Außenbereiche (kleine Weiler und Ortschaften) sollten nach Ansicht von Stadtrat Michael Elsen (CSU), soweit wirtschaftlich möglich, besser versorgt werden. Um keine Zeit zu verlieren, sollen deshalb unverzüglich mit den Unternehmen und Betrieben Gespräche geführt werden.

Gottfried Gänßle regte zusätzlich noch an, grundsätzlich bei laufenden Bauarbeiten Leerrohre für den Ausbau der passiven Infrastruktur (Glasfaser) mit zu verlegen. Nach Angaben von Bürgermeister Franz Parzinger, werden diese »Hausaufgaben« auf Anregung des Stadtrats bereits Schritt für Schritt umgesetzt. Dazu wurde ein Leerrohrkonzept erstellt, in dem Empfehlungen zum Verlegen von Leerrohren ausgesprochen wurden. Im Baugebiet Frauenbrunn II und in Frühling wird sogar darüber hinaus eine Infrastruktur für Glasfaser ins Haus (FTTB, fibre to the building) geschaffen. ga