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Stadt überzeugte mit ihrer grünen Seite

Traunsteins Oberbürgermeister Manfred Kösterke hob die Hand zur Siegerpose – und der Rest der 39-köpfigen Delegation aus Traunstein jubelte mit. Wenige Augenblicke vorher hatte Moderatorin Babette Einstmann im ZDF-Fernsehgarten in Mainz verkündet, dass die Stadt Traunstein Gold geholt hat im bundesweiten Städtewettbewerb »Entente Florale – Gemeinsam aufblühen«.


»Das ist nur gemeinsam gegangen. Ich bin richtig stolz auf das ganze Team«, sagte Oberbürgermeister Manfred Kösterke gestern kurz nach der Verleihung im Telefongespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. Der Rathauschef glaubt, dass Traunstein punkten konnte, weil dort für eine grüne Stadt alle gemeinsam an einem Strang ziehen – von der Stadtgärtnerei über den Gartenbauverein bis zur Werbegemeinschaft. Eine detaillierte Jurybegründung hat die Stadt noch nicht erhalten. Auf der Urkunde heißt es, Traunstein habe die Goldmedaille »für herausragende Leistungen in Planung, Gestaltung und Erhaltung blühender und grüner Lebensräume im Sinne der Agenda 21« erhalten. Im Ganzen gab es gestern in Mainz sechs Goldmedaillen für die 18   Teilnehmer am deutschlandweiten Städtewettbewerb.

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Traunstein heimste auch noch den Sonderpreis der deutschen Friedhofsgärtner ein. In der Begründung heißt es: »Der Waldfriedhof Traunstein ist mit seinem über 100 Jahre alten Baumbestand eine grüne Oase in der Stadt. (...) Besonders eindrucksvoll gestaltet sind die anspruchsvoll sanierten Arkadengrüfte am Haupteingang. Der sehr gute Pflegezustand unterstreicht den Charakter des Waldfriedhofs als Ort der Ruhe, der Besinnung und der Erholung.«

Aus der 39-köpfigen Delegation, die bereits am Montagmittag nach Mainz aufgebrochen war und noch in der Nacht zum heutigen Mittwoch wieder in Traunstein ankam, ist vor allem die Traunsteiner Rosenkönigin Anita Friedl herausgestochen. »Sie war das begehrteste Fotomotiv auf der Veranstaltung«, erzählte Thomas Miller, der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Traunstein, gestern am Telefon.

Anita I. hatte auch beim Juryrundgang Mitte Juli in Traunstein die Jury schon um den Finger wickeln können. »Schicken Sie Ihre charmante Rosenkönigin als Botschafterin auf die Messen und führen Sie die Rosentage fort«, gab Jury-Chef Dr. Rüdiger Kirsten dem Oberbürgermeister damals mit auf den Weg. Bei der vorangegangenen Besichtigungstour durch die Stadt hatte die siebenköpfige Jury alles genau unter die Lupe genommen: unter anderem Stadtplatz, Taubenmarkt und Schaumburger Straße, Bahnhofstraße und Stadtpark, den Privatgarten der Franziska-Hager-Villa in der Ludwig-Thoma-Straße, den Park am Wochinger Spitz, Stadtwald, Waldfriedhof. »Traunstein ist eine attraktive und grüne Stadt mit einem alten Baumbestand, herrlichen Parkanlagen und einem nahtlosen Übergang in die umliegende Natur«, so das Resümee der Jury.

Die Hoffnungen waren danach natürlich groß. Und sie erfüllten sich gestern: Nach Silber im Jahr 2004 konnte die Stadt diesmal Gold holen. Den Sprung nach ganz oben feierten die mitgereisten Traunsteiner gleich beim Städtefest im ZDF-Fernsehgarten, das sich an die Preisverleihung anschloss. Und die Trachtler und Goaßlschnalzer vom Hochberg und aus Rettenbach brachten mit ihren Auftritten ein Stück Bayern nach Rheinland-Pfalz. san