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Stadt Traunstein startet umfassende Elternbefragung

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Traunstein – Um Planungssicherheit für die künftige Kinder- und Jugendbetreuung zu bekommen, wird die Stadt in nächster Zeit unter anderem rund 1700 Fragebögen verschicken. Mit einer Reihe weiterer Maßnahmen wolle man eine möglichst genaue Bedarfsplanung erarbeiten, sagte Oberbürgermeister Christian Kegel.


»Dank der Weitsicht meines Vorgängers und des Stadtrates sind wir in einer guten Lage«, lobte Kegel das Angebot der Kinderbetreuung im Stadtbereich. Er verschwieg aber auch nicht, dass man bei einigen Kinderbetreuungseinrichtungen eine Entwicklung beobachte, die nicht erfreulich sei.

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Das Stichwort dafür hatte Thomas Graf von der Traunsteiner Liste gegeben. Er berichtete, dass auch Traunsteiner Kindergärten schon derartige Umfragen gestartet haben. Der Oberbürgermeister bezeichnete es als »ungut«, wenn jeder Kindergarten und jede Kinderkrippe frägt. Dann könnte eine Konkurrenzsituation zwischen den Einrichtungen entstehen.

Den Hinweis von Burgi Mörtl-Körner, man solle den Eltern klarmachen, dass sie den Fragebogen »ernsthaft beantworten« sollen, nahm Kegel mit Humor auf: »Schreiben, die die Stadt verlassen, sind immer ernsthaft«.

Wie es in der Sitzungsvorlage heißt, werde eine solche Bedarfsumfrage »immer eine gewisse Unverbindlichkeit beinhalten«. Erörtert wurde in diesem Zusammenhang auch, wie man es schaffen könnte, die Betreuungseinrichtungen im Stadtbereich zu optimieren.

Ursula Lay berichtete, dass zum Beispiel die Kindergärten in Nußdorf und Chieming einen Verbund gebildet haben, um beim Ausfall eines Mitarbeiters besser reagieren zu können. Ein solcher »Springer« wäre auch für Traunstein wünschenswert. Scheitern könnte das allerdings daran, dass der Arbeitsmarkt bei Erziehern leergefegt sei. In diesem Zusammenhang gab Waltraud Wiesholler-Niederlöhner zu bedenken, dass man nicht alles schaffen könne und die Betreuung bezahlbar bleiben müsse. Unstrittig war am Ende, dass die Stadt die Bedarfsumfrage starten soll. Alle Räte stimmten dem zu. Das Ergebnis der Umfrage soll dem Stadtrat vorgelegt werden, der dann über die weitere Weichenstellung beraten wird. Im Beschluss wird ausdrücklich die Bitte des Stadtrates geäußert, dass sich möglichst alle Traunsteiner Familien an der Umfrage beteiligen. -K.O.-