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Stadt Traunstein startet Bewerbungsphase für Ansiedlungsmodell Traunstorf

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Traunstein: Hunderte Bewerbungen für Ansiedlungsmodell Traunstorf
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Das ist der Bebauungsplan für das Ansiedlungsmodell in Traunstorf. Um die rosa markierten Grundstücke konnte man sich bei der Stadt bewerben. (Grafik/Plan: Stadt Traunstein)

Traunstein – Lange hat es gedauert, nun ist es endlich soweit: Ab sofort können sich interessierte Familien für 25 Bauparzellen im Ansiedlungsmodell Traunstorf bewerben. Die Stadt hat am heutigen Freitag die Bewerbungsphase gestartet; diese läuft bis Mitte Februar.

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»Rechtzeitig vor dem Weihnachtsfest« will die Stadt Traunstein ihren Bürgern ein »besonderes Geschenk« machen: Laut Mitteilung der Verwaltung ist die Planungsphase nun abgeschlossen und Interessierte können sich ab sofort für die Baugrundstücke bewerben.

Bei der Vergabe der Grundstücke wird die Stadt Traunstein transparent und konsequent nach den vom Stadtrat beschlossenen Kriterien vorgehen. Das bedeutet, dass bei 25 Parzellen, die in Traunstorf zu deutlich vergünstigten Preisen verkauft werden, nicht jeder Bauwunsch erfüllt werden kann.

Der Basiswert liegt bei 500 Euro pro erschlossenem Quadratmeter. Je nach Einkommen und Anzahl der Kinder ist eine Förderung bis zu 50 Prozent möglich – also Bauland für 250 Euro pro Quadratmeter. Zur Verfügung stehen 25 Parzellen – 24 Einzelparzellen und eine Parzelle für ein Doppelhaus, wie Stadtkämmerer Reinhold Dendorfer im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt sagte.

Nähere Informationen zum Prozedere sind mit den entsprechenden Bewerbungsunterlagen auf der Homepage der Stadt (Direktlink) zu finden. Abgabefrist für die Bewerbung ist Sonntag, der 16. Februar 2020 um 23.59 Uhr.

Einkommensgrenze bei 90.000 Euro im Jahr

Um ein Grundstück im Ansiedlungsmodell bewerben können sich die Familien, deren Einkommen 90.000 Euro im Jahr (zuzüglich 7000 Euro Kinderfreibetrag)   nicht überschreitet. Außerdem dürfen die Antragsteller keine Wohnung oder ein zu Wohnzwecken geeignetes Grundstück haben. Das Vermögen der Bewerber darf den Grundstückswert der im Ansiedlungsmodell veräußerten Fläche nicht überschreiten – höchstens aber 200.000 Euro betragen.

Wer diese Hürde genommen hat, der wird in einem nächsten Schritt »bepunktet«. Hier ein Beispiel, wie es aussehen könnte: Eine Familie mit einem Kind bekommt zum Beispiel 20 Punkte, eine Familie mit zwei Kindern 40 Punkte und eine Familie mit drei Kindern 60 Punkte. Paare bis 50.000 Euro Einkommen im Jahr bekommen 50 Punkte, wer 90.000 Euro im Jahr verdient, der bekommt nur zehn Punkte. Am Ende kommen die Familien zum Zug, die am meisten Punkte haben.

Baubeginn frühestens im Herbst 2020

60 Prozent der erschlossenen Fläche in Traunstorf werden von der Stadt Traunstein im sogenannten Ansiedelungsmodell verkauft, 40 Prozent von privater Seite. Mit den Erschließungsarbeiten wird laut Kämmerer Reinhold Dendorfer im Frühjahr begonnen, gebaut werden könne frühestens ab Herbst 2020.

Die Stadt Traunstein hat auch in Schmidham und Seiboldsdorf Grundstücke erworben. Diese werden für eine Baulandentwicklung vorbereitet. Wie in Traunstorf sind dafür verschiedene Untersuchungen und Planungsschritte notwendig, ehe auch hier ein Verkauf möglich sein wird. »Die Stadt Traunstein ist sich ihrer Verantwortung bewusst, weiteren Baugrund – gerade auch für Familien mit Kindern – zur Verfügung zu stellen«, so die Mitteilung der Verwaltung.

Der Start des Bewerbungsverfahrens hatte sich zuletzt immer wieder hinausgezögert, da es im Frühjahr aufgrund von geologischen Untersuchungen zu unerwarteten Erkenntnissen gekommen warred/KR

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