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Stadt gibt Entwarnung: Keine Schadstoffe im Boden

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Diese zwei Öltanks wurden auf dem Pausenhof der Ludwig-Thoma-Grundschule gefunden. Mittlerweile wurden sie abtransportiert. Sie waren in den 80er Jahren ordnungsgemäß stillgelegt worden – unter anderem waren sie mit Sand gefüllt, der auf unserem Bild gerade abgesaugt wird – sodass laut Stadt keine Schadstoffe im Boden gefunden wurden.

Traunstein – Nicht nur archäologisch besondere Funde (wir berichteten), sondern auch zwei Tanks aus den 80er Jahren wurden bei den Grabungsarbeiten für die Klosterkirche gefunden. »Die Eltern machen sich große Sorgen aufgrund möglicher Schadstoffe«, sagte Christa Fuchs (CSU) im Stadtrat. Denn die Tanks lagen dort, wo die Kinder vor den Bauarbeiten spielten: auf dem Pausenhof der Ludwig-Thoma-Grundschule. Die Stadt kann allerdings Entwarnung geben. Der Boden sei untersucht worden und es seien keine Verunreinigungen festgestellt worden, hieß es auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts.


Bei den Tanks handelt es sich um Öltanks, die je 50 000 Liter fassen. Sie wurden beim Bau der Ludwig-Thoma-Schule in den 60er Jahren eingegraben. Bis Ende der 80er Jahre war in ihnen Heizöl für die Schule, danach wurden sie stillgelegt und gerieten in Vergessenheit. Bei einer routinemäßigen Kampfmittelerhebung schlugen die Geräte der Prüfer an. Zum Vorschein kamen die zwei großen Tanks, die mittlerweile abtransportiert sind. »Sie wurden damals ordnungsgemäß stillgelegt«, sagte Carola Westermeier, die Pressesprecherin der Stadt. Sie geht von Mehrkosten von rund 20 000 Euro für den Abtransport, die Bodenuntersuchungen und den Aushub aus.

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In einem anderen Bereich, im Südflügel der Klosterkirche, waren Ende März Schadstoffe gefunden worden (wir berichteten). Deshalb kam es zu einem vorübergehenden Baustopp. »Ab Montag wird weitergearbeitet«, sagte Carola Westermeier. Bei den Schadstoffen handelte es sich um belastetes Dämmmaterial, Lacke und Fliesenkleber. »Es wurde aber kein Asbest gefunden«, betonte sie.

Vergeben wurden im Stadtrat auch die weiteren Aufträge für die Klosterkirche, das sogenannte zweite Ausschreibungspaket. Dabei teilte die Stadt mit, dass sich nach jetzigem Stand die Gesamtkosten von 8,8 Millionen Euro um rund 345 000 Euro reduzieren würden. Vergeben wurden nun vom Stadtrat Aufträge im Wert von rund 1,3 Millionen Euro: Die Zimmerer- und Stahlarbeiten an die Firma Obermaier Holzbau GmbH aus Endorf für rund 168 000 Euro; Dachabdichtung/Wärmedämmung an die Firma Bretschneider GmbH aus Vilsbiburg für rund 48 000 Euro; Klempnerarbeiten an die Firma Huschenbeth aus Mühlhausen für rund 144 000 Euro; Trockenbauarbeiten an die Firma Vogl aus Thanndorf für rund 152 000 Euro; Tischlerarbeiten an die Firma Siek, Bau- und Möbelschreinerei aus Rosenheim, für rund 80 000 Euro; Gewerk MSR (Mess-, Steuerung- und Regeltechnik) an die Firma Stöcker aus Karlsfeld für rund 33 000 Euro; Elektroinstallation und Beleuchtung an die Firma Elektro Schillinger aus Traunstein für rund 720 000 Euro. Der Stadtrat hatte keine Einwände. KR