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Staatsstraße bei Traunreut wird ab dem Sommer ausgebaut

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Traunreut – Der Ausbau der Staatsstraße 2104 zwischen der Kantstraße und der Trostberger Straße soll vorgezogen werden und noch heuer über die Bühne gehen. Das hat der Leiter des Straßenbauamts Traunstein, Sebald König, auf Anfrage des Traunsteiner Tagblatts bestätigt. König geht davon aus, dass mit der Baumaßnahme voraussichtlich im Sommer begonnen werden kann.


Die Ausbaumaßnahme setzt voraus, dass zunächst entlang des Waldstücks unter Beurteilung der naturschutzrechtlichen Kriterien einige Bäume gefällt werden müssen. Am Entwurf, der bereits vor einem Jahr dem Traunreuter Stadtrat vorgestellt wurde, hat sich nichts geändert. Das Teilstück soll bestandsorientiert mit einem straßenbegleitenden Geh- und Radweg ausgebaut werden. Die Kuppen werden dadurch beseitigt und die Linienführung und Straßenbreite dem heutigen Standard angepasst.

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Auf Höhe der Hans-Böckler-Straße, aus der man laut einem aktuellen Stadtratsbeschluss nur noch nach rechts in die Staatsstraße 2104 ausfahren bzw. von der Staatsstraße kommend nur noch rechts einfahren darf, ist eine Verkehrsinsel geplant. Die Baumaßnahme wird aus staatlichen Mitteln finanziert. Den späteren Unterhalt für den Geh- und Radweg muss die Stadt übernehmen.

Der Ausbau des Teilstücks, das als sehr unfallträchtig bekannt ist, knüpft an die bereits 2002 und 2005 erfolgten Ausbaustrecken zwischen Sankt Georgen und der Kantstraße in der Kernstadt an. Wie König bei der Entwurfsvorstellung des jetzigen Lückenschlusses damals erklärte, wäre es auch eine Wunschvorstellung des Straßenbauamts gewesen, auch das restliche Teilstück zwischen Oberwalchen und Pierling bzw. Hurtöst, wo im vorigen Jahr ein Kreisverkehr gebaut wurde, in die Planung mit einzubeziehen.

Auf die »Buckelpiste«, die nach Angaben von Augenzeugen erst vor kurzem mit einem großen maschinellen Aufwand an einer Stelle notdürftig geflickt wurde, hatte Stadtrat Dr. Michael Elsen aufmerksam gemacht. König hatte damals erklärt, die Erfahrungen hätten gezeigt, dass man beim Grunderwerb schnell an seine Grenzen stoßen würde. Aktuell würden diesbezüglich aber weitere Gespräche mit der Stadt laufen, bestätigte König.

Den Ausbau des Teilstücks zwischen der Kantstraße und der Trostberger Straße nutzen die Stadtwerke, das längst fällige Teilstück der Wasserversorgungs-Ringleitung mitzumachen. Die Stadtwerke warten seit Jahren darauf, den rund 930 Meter langen Lückenschluss zu schließen. Wegen der Verschiebung des Straßenausbaus durch das Staatliche Straßenbauamt Traunstein musste der Wasserleitungsbau immer wieder verschoben werden.

Wasserleitungsarbeiten parallel zum Straßenbau

Nachdem das Straßenbauamt die Stadtwerke informiert hatte, dass wegen des Wegfalls anderer geplanter Bauvorhaben die Absicht besteht, den Ausbau des Teilstücks noch heuer auszuschreiben und zu realisieren, mussten auch die Stadtwerke handeln. Die bereits vorliegende Planung für den Wasserleitungsbau wurde auf den aktuellen Stand gebracht und dafür Kosten in Höhe von 650 000 Euro ermittelt. Die Arbeiten für die Wasserleitungsarbeiten sollen gemeinsam mit den Straßenbauarbeiten öffentlich nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen ausgeschrieben werden.

Der unvorhergesehene Wasserleitungsbau setzt aber voraus, die dafür im Haushalt 2017 eingeplanten Mittel in den laufenden Haushalt umzuschichten. Die außerplanmäßigen Gesamtkosten in Höhe von 650 000 Euro sowie die Ermächtigung an das Staatliche Bauamt, den Wasserleitungsbau durch ein eigenes Los öffentlich auszuschreiben und zu vergeben, wurden auch vom Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung gebilligt. ga