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Staatsstraße ab heute Nachmittag wieder frei befahrbar

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Die Grafik zeigt einen guten Überblick über die derzeitige Baumaßnahme bei Weibhausen, den Bauabschnitt 2 (BA 2). Die neue Ortsumfahrung ist rot markiert. Geteert ist bereits der Anschluss am linken Bildrand: Hier werden die Autofahrer bereits ein kurzes Stück auf die neue und dann gleich wieder über die Ausfahrt auf die alte umgeleitet. Der Anschluss am oberen Ende bei Greinach ist erst für August geplant. Die alte Kurventrasse wird abgestuft und damit ein ruhiger Weg für die Radler. (Grafik: Staatliches Bauamt)

Wonneberg. Bedingt durch die schlechte Witterung der letzten Tage und Wochen haben sich die Bauarbeiten an der Staatsstraße 2105 bei Weibhausen und bei Scharling etwas verzögert. Immerhin aber konnte am Montag in Weibhausen im Bereich des Anschlusses »Süd« – also am Beginn des Eschenforstes – die bituminöse Tragschicht eingebaut werden. In Scharling war es am gestrigen Dienstag so weit. Somit kann zumindest dieser Abschnitt in den nächsten Wochen endgültig fertiggestellt werden. Und die beste Nachricht für die Autofahrer: Die gesamte Strecke zwischen Waging und Traunstein ist ab dem heutigen Mittwochnachmittag wieder befahrbar.


Für Weibhausen müssen sich die Autofahrer bis zu einer endgültigen Fertigstellung noch etwas gedulden. Ähnlich wie es im letzten Jahr beim Anschluss nördlich von Hufschlag der Fall war, muss auch vor Weibhausen in den nächsten Monaten »über Eck« gefahren werden. Das heißt, von Traunstein her kommend, gelangt der Autofahrer am Ende des Waldes vor Weibhausen bereits ein Stück weit auf die neue Trasse, wird dann aber wieder umgelenkt auf die alte, die zukünftige Einfahrt, weil die neue Trasse noch nicht durchgängig befahrbar ist.

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Der Anschluss der neuen Straße am Ende der Umfahrung im Bereich von Greinach ist erst für die zweite Augusthälfte dieses Jahres vorgesehen. In der Zwischenzeit kann ab sofort auf der grünen Wiese weitergearbeitet werden, ohne den Verkehr zu behindern. »Der Anschluss an die alte Trasse bei Greinach wird dann relativ schnell gehen«, erklärt Sebald König, der Chef des Staatlichen Bauamtes.

Ihm ist es dabei sehr wichtig, nochmals darauf hinzuweisen, dass bei dieser Maßnahme die Erhöhung der Verkehrssicherheit im Vordergrund steht. Denn die Strecke bei Weibhausen sei in den polizeilichen Unfallstatistiken seit vielen Jahren als Unfallhäufungspunkt verzeichnet. So haben sich nach den Zahlen der Polizei vom Januar 1998 bis März 2013 in diesem Bereich 57 Unfälle mit 13 Schwer- und 40 Leichtverletzten ereignet. Ein Problem seien dabei neben der »unstetigen Linienführung« insbesondere auch die elf direkten Zufahrten in diesem Streckenabschnitt; auch durch diesen »Zufahrtssalat« habe es immer wieder Unfälle gegeben. Diese Zufahrten werden mit dem Neubau auf eine einzige reduziert. Mit dem Ausbau, so betont König, »wollen wir aber bewusst keine 'Rennstrecke' bauen, sondern mit einer situationsgerechten Relationstrassierung eine Verstetigung des Verkehrsflusses erreichen«.

Mit der Umfahrung wird auch erreicht, dass künftig zwischen Traunstein und Waging eine Radwegverbindung ohne Benutzung der Staatsstraße möglich ist. Das geschieht durch die Abstufung der Staatsstraße im alten Bereich zu einer Gemeindestraße und durch die Einbeziehung und entsprechende Ausschilderung der Strecken über Selberting und Weibhausen sowie Unteraschau und Oberaschau.

Viele wundern sich darüber, dass zwischen Weibhausen und Greinach auch auf der anderen Straßenseite große Erdbewegungen stattgefunden haben. Das liegt daran, wie König erklärt, dass bei dieser Baumaßnahme das Überschussmaterial an Ort und Stelle großflächig auf den benachbarten landwirtschaftlichen Flächen in Mulden und Senken einplaniert wird, um den Bauern ihre Wiesen etwas zu »modellieren« und besser bearbeitbar zu gestalten. Wenn die Arbeiten fertig sind, werde alles wieder begrünt.

Das Wetter hat die Arbeiten wesentlich beeinträchtigt. Von daher ist König sehr froh, dass am Dienstag wenigstens einen Tag lang ein trockenes »Zeitfenster« aufgegangen war. Dieser eine Tag ohne Regen machte es möglich, dass in Scharling die Feinschicht aufgetragen werden konnte. So können hier jetzt die kleineren Restarbeiten fortgesetzt und die Maßnahme dann auch bald ganz abgeschlossen werden. he