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Sportlicher Mittelpunkt wiedereröffnet

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Handschlag zur Übergabe der generalsanierten Schulsporthalle in Ruhpolding: Architekt Gerhard Chaloupka und Bürgermeister Claus Pichler (rechts). (Foto: Schick)

Ruhpolding. Mit einem rundum gelungenen sportlichen Festakt wurde die von Grund auf sanierte Ruhpoldinger Sporthalle offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Dazu hatten die Verantwortlichen des Sportvereins, des Skiclubs, der Grund- und Mittelschule und des Kindergartens ein kurzweiliges Programm auf die Füße gestellt, das von den zahlreichen Zuschauern begeistert aufgenommen wurde. An den ansprechenden Darbietungen der meist jungen Sportbegeisterten merkte man förmlich ihre Freude darüber, nun endlich wieder dem Bewegungsdrang nachgehen zu können.


Eine der modernsten Sporthallen im Landkreis

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Auch Bürgermeister Claus Pichler zeigte sich froh darüber, dass die Bauarbeiten ohne Komplikationen verliefen und dadurch der zeitliche wie auch der finanzielle Rahmen eingehalten werden konnten. Von den veranschlagten 2,9 Millionen Euro für die energetische Sanierung und Generalsanierung muss die Gemeinde Ruhpolding zwar rund eine Million Euro stemmen (siehe Kasten), dafür präsentiert sich die Sporthalle an der Brander Straße jetzt als die eine der modernsten im ganzen Landkreis mit einem eigenen Rangglerraum, Gymnastikraum und der hochmodernen Schießhalle.

Pichler würdigte in diesem Zusammenhang die beteiligten Gewerke und Banken. Für Architekt Gerhard Chaloupka und dessen umsichtige Planung und Baubegleitung gab es einen herzlichen Handschlag. Namentlich lobte er stellvertretend für alle Beteiligten Benedikt Schausbreitner und Hans Aschenbrenner von der gemeindlichen Bauabteilung sowie den Senior-Übungsleiter des SVR Helmut Elstner. Besonders hob Pichler die 2700 Stunden an Eigenleistung hervor, die den gelebten Gemeinschaftssinn bewiesen. Ein Präsent erhielt das Vater-Sohn-Hausmeistergespann Erhard und Michael Hiebl für seinen unentwegten Einsatz.

Pichler meinte weiter, für ihn sei es nach 1972 bereits die zweite Sporthalleneinweihung. Damals gehörte er als aufstrebender Hochspringer zu den Sportlern, die ihr Können zeigen durften. Um keine Verletzung zu riskieren, hatte er vorher sicherheitshalber die Aufsprungmatten auf ihre Tauglichkeit getestet, obwohl die Halle noch gesperrt war.

Dr. Lydia Großpietsch von der Grund- und Mittelschule lobte ebenfalls die gelungene Sanierung, die nun wieder ungehinderten Schulsport zulasse. Gerade Schule sei dem Sport gegenüber besonders verpflichtet, um Kindern und Jugendlichen seine Bedeutung neben dem Lernen näher zu bringen.

Wie Jesus' Fußballschuhe richtig heißen

Vor dem ökumenischen Segnungsakt mit Fürbitten und Gebet erfuhren die Zuschauer vom evangelischen Pfarrer Thomas Schmeckenbecher, dass Jesus’ Fußballschuhe nicht wie angenommen Sandalen heißen, sondern Christstollen. Zusammen mit Ortspfarrer Otto Stangl weihte er alle Räume und betete für unfallfreien Sportbetrieb.

Ein illustres Spiegelbild der einzelnen Sportabteilungen bot das umfangreiche Rahmenprogramm, durch das die Moderatoren Sabine Plenk und Ralph Gstatter führten. Zu begeistern wussten die Sprösslinge des Mutter-Kind-Turnens, die quirligen Aktionen des Kinderturnens (Sabine Plenk), die Montagsturner (Sabine Plenk/Uschi Oberhuber), die Abteilung Gruppenturnen (Birgit Sklorz/Verena Eisenberger), die Bambini-Fußballer (Xaver Utzinger), die Rhythmusgruppe der Grund- und Mittelschule (Roman Eder), die Einradgruppe (Sylvia Flatscher), die Leichtathleten (Ralph Gstatter/Sigi Haitzer) und die Mädels Gruppenturnen Tanz (Christl Lechner). Ein gemeinsamer Tanz bildete den Abschluss des abwechslungsreichen Nachmittags, der die Sportbegeisterung der Ruhpoldinger Jugend eindrucksvoll bewies.

Neben den Darbietungen in der großen Halle gab es noch Vorführungen der Rangglerbuam im neuen Mattenraum, Gästeschießen und Demonstrationswettkämpfe in der Schießhalle sowie kleine Workshops im Gymnastikraum wie Spinning, Flexi Bar und vieles mehr.

Autogrammstunde mit Andreas Wellinger

Die Finger wund schreiben musste sich Skisprung-Star Andreas Wellinger bei der anschließenden Autogrammstunde. Fans aller Altersstufen umringten den erfolgreichen Spezialspringer, der im vergangenen Winter für Furore gesorgt hatte. Im Interview mit Skiclub-Vorsitzendem Engelbert Schweiger gab er einen kurzen Einblick in den Weltcupzirkus und seine Ziele fürs nächste Jahr. Die sportliche Heimat des Weißbachers ist ja der Skiclub Ruhpolding, für den er auch im olympischen Winter starten wird. ls