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Spielgruppe wird weitergeführt

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Vachendorf. Weil bisher lediglich vier Kinder angemeldet sind, beriet der Vachendorfer Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung über die Weiterführung der Spielgruppe im September. Bürgermeister Rainer Schroll führte dazu aus, dass dann nur noch eine Pflegerin benötigt werde. Um jedoch die Aufsichtspflicht aufrechterhalten zu können, müsste die Betreuungszeit jeweils um eine halbe Stunde verringert werden.


Weiter sagte er, dass das Defizit bei nur vier Anmeldungen bei rund 4100 Euro liegen würde. Um der verminderten Betreuungszeit Rechnung zu tragen, müsste die Gebühr rein rechnerisch von 37,50 Euro auf 32 Euro gesenkt werden. Die Gemeinderäte waren sich darüber einig, dass die Spielgruppe weiterhin mit einem verminderten Stundensatz angeboten werden soll. Der Gemeinderat beschloss daher einstimmig, die Gebühr für die Spielgruppe ab September auf 35 Euro zu senken.

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Behandelt wurde ebenfalls der Bauantrag zum Ausbau eines Dachgeschosses in Vachendorf. Da es sich bei dem geplanten Vorhaben nur um eine Nutzungsänderung handelt und am Gebäude außen keine Veränderungen vorgenommen werden, wurde von der Verwaltung vorgeschlagen, dass nach Möglichkeit eine Genehmigungsfreistellung durchgeführt werden sollte. Sollte das Landratsamt dies ablehnen, wären dann Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans notwendig. Mit dieser Vorgehensweise waren alle Gemeinderatsmitglieder einverstanden.

Weiter befasste sich das Gremium mit dem Antrag zur Aufstockung eines ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesens mit Einbau einer Wohnung sowie Errichtung einer Garage in Hasperting. Da das Grundstück im Außenbereich liegt, könnte ein Bauvorhaben lediglich bei Privilegierung durchgeführt werden. In den Augen des Gemeinderats liegt eine derartige Privilegierung nicht vor, sodass er den Antrag ohne Gegenstimme ablehnte. Um das Gebäude aufstocken zu können, wäre eine Erweiterung des Bebauungsplans nötig, hieß es.

In Hiensdorf soll ein Wintergarten gebaut werden. Der Bebauungsplan sieht für das Grundstück eine maximale, überbaubare Fläche von 140 Quadratmeter vor. Außerdem soll das Gebäude ein Zeltdach erhalten. Dies spräche gegen den Bebauungsplan und die Gestaltungssatzung. Dadurch würde ein Bezugsfall geschaffen, so die Meinung des Gemeinderats.

Notwendig wäre eine Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans bezüglich der Baugrenze, der überbaubaren Fläche und der Dachform. Ob eine Änderung des Bebauungsplans notwendig werde, müsse der Bauherr mit der unteren Bauaufsichtsbehörde klären. Angenommen wurde der Vorschlag von Bürgermeister Schroll, diesen Tagesordnungspunkt zu verlegen und das Grundstück durch den Bauausschuss in Augenschein nehmen zu lassen.

Außerdem gab es eine Anfrage eines Bauwerbers auf Genehmigung von verschiedenen Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans »Vachendorf-Lettenberg« für den Neubau eines Mehrfamilienhauses. Er wünscht eine Erhöhung der seitlichen Wandhöhe von 6,3 auf 6,5 Meter, eine Erhöhung der Dachneigung von 22 auf 28 Grad sowie einen Quergiebel mit vorgegebenen Abstand zum First mit cirka 30 Zentimetern. Der Anfrage stimmten die Gemeinderäte nicht zu. Der Bauausschuss wird das Grundstück demnächst aber besichtigen. Bjr

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