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Spenden für den Rottauer »Roh-Diamanten«

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So sah die alte Rottauer Kirche St. Michael aus, ehe sie 1954 abgerissen und neu gebaut wurde.

Grassau. Beim Pfarrinformationsabend in Rottau informierte Kirchenpfleger Michael Stephan über den Stand der geplanten Renovierung der St.- Michaels-Kirche in Rottau. Den Beschluss, die Kirche zu renovieren, traf die Kirchenverwaltung bereits vor zwei Jahren. Im Herbst 2011 besichtigten zwei Herren aus dem Ordinariat die Kirche. »Unser Antrag liegt auf dem Schreibtisch, aber wann es soweit ist, weiß man nicht, denn der Vergabeausschuss entscheidet nach dem Dringlichkeitsprinzip«.


Geplant seien die Neugestaltung des Altarraumes mit neuem Ambo und neuem Volksaltar, ein Innenanstrich, Säubern und Streichen der Holzdecke, Neuordnung der Figuren, Bilder und Kreuze, Erneuerung der Elektrik, Verbesserung der Beleuchtung und Erneuerung des Blechdaches der Sakristei. Eine erste Schätzung veranschlagte für diese Maßnahmen Kosten von 130 000 Euro.

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Zur Finanzierung gibt es zwei Optionen. Stephan erklärte, dass ein sogenannter F2-Antrag die bessere Wahl sei. Dabei betrage die Bausumme über 100 000 Euro, der Zuschuss sei 70 Prozent und alle Projekte würden in einem Bauabschnitt erledigt. Die Finanzierung der fehlenden Mittel sollten durch Spenden oder Ansparen der Baupauschalen erbracht werden. Da in den letzten zehn Jahren für Reparaturen 300 000 Euro ausgegeben werden mussten, konnten keine Rücklagen gebildet werden. Außerdem stehe die Reparatur der Westfassade des Pfarrhauses an, dabei werde der Carport in Eigenleistung erneuert. Durch den Nachweis einer finanziellen Basis könne der Bewilligungsantrag vom Ordinariat beschleunigt werden und so gab Stephan bekannt, dass bei der Raiffeisenbank Rottau ein Spendenkonto eröffnet wurde mit der Kontonummer 144003802 und dem Kennwort »Kirchenrenovierung«.

In den abschließenden Wortmeldungen herrschte die Meinung, dass viele Rottauer bereit wären, Eigenleistungen zu erbringen. Und die ersten Vorschläge kamen, wie man Spenden sammeln könnte. Zum Abschluss wurde ein Film von Willi Schuss über die Michaelskirche gezeigt, über die man im Ort sagt: »Sie ist schön, aber ein ungeschliffener Diamant«. Der Film zeigte die Geschichte der Kirche von der ersten Erwähnung der Kirche in Rottau, als der Fischer Sigiloh von Herrenwörth ein ewiges Licht spendete. Er zeigte auch Bilder über den Abriss der Kirche 1954 und den Bau der neuen Kirche, die Weihbischof Johannes Neuhäusler im Oktober 1954 einweihte. Der Film endete mit dem Tod von Pfarrer Herbert Heidenreich. ja