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SPD hat einen neuen Schatzmeister

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Ruhpolding – Einen neuen Schatzmeister hat der Ortsverein der Ruhpoldinger SPD. Da die bisherige Schatzmeisterin Monika Kaufmann ihr Amt aus persönlichen Gründen aufgeben musste, wurde auf der Jahreshauptversammlung in Bubis Sportsbar Georg Niermeier einstimmig zu ihrem Nachfolger gewählt.


Auch die Schriftführung war neu zu vergeben. Bis zum nächsten regulären Wahltermin nehmen diese Aufgabe der Vorsitzende Johannes Hillebrand und Pressereferent Hans Holzner kommissarisch wahr.

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Hillebrand ging bei den Terminen für dieses Jahr besonders auf den 23. Mai ein mit dem geplanten Besuch der Europaabgeordneten Maria Noichl. Dabei soll es besonders um das Thema »Natura 2000« gehen. Bürgermeister Claus Pichler hält diese Veranstaltung für sehr wichtig, weil davon viele Grundstückseigentümer und insbesondere Bauern betroffen sind. Nach seinem Eindruck sind die Gebiete, um die es geht, nicht besonders sorgfältig und weitgehend am grünen Tisch festgelegt worden.

Der stellvertretende Landrat Sepp Konhäuser sprach zunächst über den Kreishaushalt, der mit 211 Millionen Euro einen Rekordstand erreicht hat. Trotz steigender Ausgaben unter anderem für Personal, aber auch für Investitionen beispielsweise in Schulen und Sporthallen, kann der Schuldenstand bis Ende 2016 voraussichtlich auf 65 Millionen Euro gesenkt werden, das sind fünf Millionen Euro weniger als Anfang 2015.

Die Krankenhäuser seien wirtschaftlich auf einem so guten Kurs, dass die »schwarze Null« in greifbare Nähe rücke. Auch das Krankenhaus Vinzentinum in Ruhpolding entwickle sich positiv – vor allem durch die Abteilungen für Akutgeriatrie und Schmerztherapie.

Konhäuser informierte außerdem, dass sich im Landkreis zurzeit 2013 Asylbewerber befinden. Die Prognosen für 2016 wurden bereits nach unten korrigiert. Auch für Ruhpolding zeichne sich eine Reduzierung ab – unter der Voraussetzung, dass sich die Gesamtsituation nicht wieder verändert.

Außerdem erinnerte Konhäuser an die geplatzte Fusion der Tourismusverbände. Es müsse unbedingt verhindert werden, dass im Tourismusmarketing wieder Kleinstaaterei einziehe. Bürgermeister Claus Pichler erklärte dazu, dass nach seiner Einschätzung die Bereitschaft zur Fusion im Bereich Rosenheim von Anfang an nicht ausreichend groß genug gewesen sei. Allerdings solle man sich jetzt nicht zu lange bei dem gescheiterten Vorhaben aufhalten. Man könne den Tourismus auch außerhalb des Chiemsees bewerben, müsse mit der bestehenden Situation weiterarbeiten und die damit verbundenen Chancen nutzen.

Darüber hinaus ging es um den Bundesverkehrswegeplan. Laut Sepp Konhäuser betrifft dieser im Landkreis drei Vorhaben: die Ortsumfahrungen von Altenmarkt und Obing sowie den Ausbau der Autobahn – sechsspurig von Traunstein bis Rosenheim und achtspurig von Rosenheim bis München. In der Bürgerbeteiligung, die zurzeit läuft, kann sich jeder zu dieser Planung äußern.

Johannes Stief berichtete aus dem Bauausschuss, dass das Hotelprojekt in Zell auf einem guten Weg sei. Auch der Umbau des Bahnhofs zur Tourist-Info habe begonnen. Soweit nach dem bisherigen Stand der Ausschreibungen absehbar, können die geschätzten Baukosten wahrscheinlich eingehalten werden. fb