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Spatenstich für neuen Radweg

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Spatenstich für einen lange ersehnten Geh- und Radweg (von links): Helwig Falch (Firma Swietels-ky), Hans Gnadl (Bürgermeister aus Nußdorf), Klaus Ritter (Bürgermeister der Stadt Traunreut), Sebald König (Leiter des Staatlichen Bauamts Traunstein), Benno Graf (Bürgermeister aus Chieming) und Peter Maltan (Staatliches Bauamt) griffen zum Spaten und eröffneten damit die Baustelle für den ersten Bauabschnitt des Radweges von Matzing nach Sondermoning. (Foto: Volk)

Nußdorf. Mit einem symbolischen Spatenstich begannen die Bauarbeiten des Geh- und Radweges von Matzing nach Sondermoning entlang der Staatsstraße 2096. Sebald König und Peter Maltan vom Staatlichen Bauamt Traunstein, die Bürgermeister Klaus Ritter (Stadt Traunreut), Hans Gnadl (Nußdorf) und Benno Graf (Chieming) sowie Helwig Falch von der bauausführenden Firma Swietelsky griffen zu neuen Spaten, stachen in der Nähe von Litzlwalchen einige Wiesenstücke aus und eröffneten damit die Baustelle. Am heutigen Montag rücken die Baumaschinen an.


Sebald König, Leiter des Staatlichen Bauamtes, betonte, dass man mit dem Bau des Radweges dem Lückenschluss zwischen Traunreut und dem Chiemsee ein großes Stück näher komme. Der erste Bauabschnitt umfasst die Teilstrecke von Matzing bis zur Abzweigung nach Weidboden. Er kostet rund 300 000 Euro. In zwei Monaten, etwa Ende Juli, soll das Teilstück fertiggestellt sein. Der zweite Bauabschnitt soll spätestens zu Beginn des nächsten Jahres folgen. Durch den Bau einer Unterführung an der Abzweigung nach Manholding wird die zweite Teilstrecke mit rund 700 000 Euro deutlich teurer. Finanziert wird das Projekt aus dem Radwegeprogramm des Freistaates Bayern.

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König würdigte das ausdauernde Bemühen der drei Kommunen um die Realisierung. Vor sieben Jahren sei erstmals über eine Radwegverbindung von Matzing bis Sondermoning gesprochen worden. Weil sich der Grunderwerb schwierig gestaltete, wurde im Laufe der Jahre immer wieder umgeplant: bis heute gibt es zehn verschiedene Trassenvarian-ten. König lobte die Ausdauer seiner Mitarbeiter, die nicht müde geworden seien, nach neuen Lösungen zu suchen. »Bei allen Beteiligten war ein langer Atem notwendig, bis die Bauarbeiten nun endlich beginnen können. Man darf bei solchen Projekten den Mut nicht verlieren, so König.

Nußdorfs Bürgermeister Hans Gnadl würdigte vor allem die Grundstückseigentümer, die Flächen abgetreten haben und damit die Voraussetzung für den nun beginnenden Bau geschaffen haben. Trotz vieler Probleme und notwendiger Planungsänderungen habe das Staatliche Bauamt das Projekt stets positiv begleitet. Gnadl hob dabei auch das Engagement des ehemaligen Traunreuter Bürgermeisters Franz Parzinger hervor, der an der Verwirklichung der wichtigen Radwegverbindung stets festgehalten habe. Bürgermeister Benno Graf freute sich, dass durch die Bürgerbeteiligung, besonders durch die Anregungen und die Mitwirkung der Menschen im Ortsteil Manholding, eine gute Lösung und Anbindung geschaffen wird.

Peter Maltan informierte, dass der neue Geh- und Radweg eine Gesamtlänge von 2,8 Kilometer hat. Der 1. Bauabschnitt hat eine Länge von 1,7 Kilometer, am Rauschbergweg in Matzing beginnend bis zur Staatsstraße 2096, an der Einmündung Litzlwalchen vorbei bis zur Abzweigung nach Weidboden.

Sebald König machte deutlich, dass das Staatliche Bauamt kontinuierlich an der Verbesserung des Radwegenetzes an Bundes- und Staatsstraßen arbeite. An 75 Prozent aller Bundesstraßen im Landkreis Traunstein gebe es bereits straßenbegleitende Geh- und Radwege; bei den Staatsstraßen betrage die Quote rund 33 Prozent. Dies sei insgesamt eine sehr hohe Quote, an deren Steigerung aber weiter gearbeitet werde. pv.