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Sorge um den Fortbestand des Nuts

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Traunstein. Der Verein Fabriktheater mit seinen 150 Mitgliedern blickt auf ein erfolg- und ereignisreiches Jahr zurück. Dabei ist die Zukunft des Nuts ein Thema, das die Mitglieder derzeit sehr stark bewegt. Die Pläne von Oberbürgermeister Manfred Kösterke, die Klosterkirche zu einem Veranstaltungszentrum auszubauen und dort auch eine neue Heimat für das Nuts zu schaffen, werden skeptisch gesehen. Die Vorstandschaft des Fabriktheaters befürchtet, dass dann die Räume des Nuts an der Crailsheimstraße aufgegeben werden müssen.


Viele Mitglieder des Vereins Fabriktheater sind bereits seit Gründung des Nuts im Jahre 1999 dabei und haben durch Spenden und persönlichen Einsatz viel zur Gestaltung und zum Erfolg beigetragen, wie Vorsitzender Josef Häusler betont. 2. Vorsitzender des Vereins Fabriktheater ist Willi Schwenkmeier, Kassierin Christa Fuchs, Schriftführerin Doris Goossens und Künstlerischer Leiter Franz-Josef Fuchs.

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Erfolgreiche Bilanz mit ausverkauften Vorstellungen

Sehr erfolgreich fällt die Bilanz für das vergangene Jahr aus. Das Theaterstück »Zuagricht, hergricht, hiegricht«, das Leben des Mathias Kneißl, wurde im vergangenen Jahr 13 Mal gespielt, wobei alle Vorstellungen ausverkauft waren. Der Räuber Kneißl war die Paraderolle von Franz-Josef Fuchs. Hervorragend geklappt hat die Zusammenarbeit mit Schauspielern des Salztheaters. Regie führte Christian Kreß, bekannt von der Iberl-Bühne, vom Tegernseer Volkstheater, dem Chiemseer-Volkstheater, aus der Serie »Der Bulle von Tölz« und anderen Fernsehaufnahmen.

Wegen der großen Nachfrage wurde das Erfolgsstück des Jahres 2011, »Der Krawall« nach Ludwig Thoma noch viermal aufgeführt. Auch bei dieser zweiten Staffel waren alle Vorstellungen ausverkauft und nicht alle, die das Stück sehen wollten, bekamen Karten. Autor Albert Rosenegger, hat schon viele historische Stücke für das Fabriktheater geschrieben, die nur im Nuts gespielt werden können.

An Weihnachten wurde zusammen mit dem Salztheater zweimal die »Traunsteiner Theaterweihnacht« im Studio 16 gespielt. Beide Vorstellungen waren ausverkauft. Die Theaterweihnacht ist eine weitere Attraktion des Fabriktheaters und soll, fortgeführt werden.

Premiere des neuen Stückes »Brandner, willst Du ewig leben« ist am 3. März. Es ist ein Volksmusical in Anlehnung an den Volkstheater-Klassiker »Der Brandner Kaspar und das ewig‘ Leben.«

Eine Kaffeefahrt in den »Musikantenhimmel«

Mit den Schauspielern kann man sich dabei auf eine Kaffeefahrt in den »Musikantenhimmel« begeben. Dort treffen sie Melchior Brandner, der sich einbildet, er sei Johnny Cash, der mit seinen Liedern die Garantie für das ewige Leben besitzt. Doch leider kommt es anders, er hat nicht mit den Tücken der Wirtin gerechnet. Lustvolles, Außergewöhnliches und Skurriles kommt ihm unter. Im »Musikantenhimmel« entscheidet sich, wie es weitergeht. Hier trifft er bekannte Musiker, Trompeter, Rapper, Bassisten, die sich hier ein Stelldichein geben. Bis es plötzlich ganz anders kommt. Ein Musiker ist in seinem Leben gefährlichen Versuchungen ausgesetzt...

Autor und Regisseur dieses Volksmusicals ist der künstlerische Leiter des königlichen Hoftheaters Schloss Rametz bei Meran, Dietmar Gamper. Er ist Kabarettist, Schauspieler, Autor, und Regisseur. Er hat dieses Stück eigens für die Schauspieler des Fabriktheaters geschrieben und inszeniert. Es ist ein klassisches Volksstück in Form eines Countymusicals der ganz besonderen Art, mit live gesungenen Liedern von Johnny Cash. Wie es im Nuts so üblich ist, wird auch das Publikum eine ganz eigene Rolle übernehmen.