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Sonnenschule und Mittelschule ziehen um

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Noch sind viele Utensilien der Sonnenschule in Umzugskartons verpackt, wie Rektor Arno Rausch zeigt. Aber bis zum Beginn des neuen Schuljahres wird an der Sonnenschule in St. Georgen und an der Mittelschule in Traunreut alles fertig sein. (Foto: Mix)

Traunreut. Im neuen Schuljahr, ab September, wird es ausreichend Platz für die Schüler der Sonnenschule und der Werner-von-Siemens-Mittelschule geben. Die Grundschüler werden dann alle in der Schule in St. Georgen unterrichtet und die Mittelschule, die aus allen Nähten platzt, kann dadurch die benachbarten, bisherigen Räume der Grundschule mitnutzen.


Für den Rektor der Sonnenschule, Arno Rausch, war im gerade zu Ende gegangenen Schuljahr klar zu erkennen, dass zwei Standorte für eine Schule sehr viel Aufwand bedeuten, ungeahnte Probleme mit sich bringen und einfach nicht sinnvoll sind, wenn es nicht unbedingt sein muss. Und es muss nicht sein, da in der Schule in St. Georgen in den vergangenen Jahren viele Klassenräume leer standen. »Wir haben hier ausreichend Platz für alle Klassen der Sonnenschule«, betont Arno Rausch.

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Umzug nach St. Georgen ist schon fast vollzogen

Der Umzug von Traunreut nach St. Georgen ist jetzt, zu Beginn der Sommerferien, schon beinahe vollständig vollzogen. Das gesamte Lehrerkollegium und die Hausmeister halfen tatkräftig zusammen. Zahlreiche Umzugskisten wurden gepackt, vom Bauhof von einer Schule zur anderen transportiert und dort wieder ausgepackt. Lediglich Klassenmobiliar in Form von Möbeln für die kleinsten Schüler wird in den nächsten Wochen noch nach St. Georgen verfrachtet werden müssen.

Bis zum Beginn des neuen Schuljahres sollte nach den Worten von Arno Rausch alles fertig sein und bereitstehen. Größere Veränderungen in der Schule in St. Georgen waren nach seinen Angaben nicht notwendig. Lediglich der zweite Computerraum und der Physikraum, die beide für die Grundschüler nicht mehr benötigt werden, wurden aufgelöst. Hier können neue Klassenzimmer beziehungsweise ein neuer Förderraum entstehen. Die übrigen Fachräume bleiben wie bisher erhalten. Für die Mittags- und Nachmittagsbetreuung steht in St. Georgen nun der komplette zweite Stock im Neubau zur Verfügung.

Die Schüler aus Traunreut werden, wie in diesem Schuljahr bereits die Viertklässler, mit dem Bus nach St. Georgen gefahren. Derzeit entsteht ein neuer Buswendeplatz an der Schule; die Kinder können dann direkt am Eingang des Schulgebäudes aus- und einsteigen. Von den Eltern der vierten Klassen, die dieses Jahr schon in St. Georgen waren, habe es nicht eine einzige Beschwerde gegeben, berichtet Arno Rausch.

Und auch für das kommende Schuljahr sieht er eigentlich keine Probleme auf sich zukommen, er sei im guten Dialog mit den Eltern. »Ich kann natürlich verstehen, dass es für Kinder, die in Traunreut nahe bei der Schule wohnen, umständlicher ist, jetzt nach St. Georgen zu fahren«, so der Schulleiter. Auf der anderen Seite fände er es »einfach verrückt«, wenn in Traunreut eine neue Schule gebaut würde, während in St. Georgen die Schule halb leer steht.

Für den Rektor der Werner-von-Siemens-Mittelschule, Dieter Flessa, sind die zusätzlichen Räume eine große Erleichterung. In der bisherigen Grundschule, die unmittelbar an die Mittelschule angrenzt, werden ab dem nächsten Schuljahr die Ganztagesklassen der Klassenstufen fünf, sechs und sieben untergebracht. Hier haben sie endlich ausreichend Platz, um sich nach Bedarf auch mal aufteilen zu können. Auch die Schülerbücherei der Mittelschule soll in der ehemaligen Grundschule zusammen mit einem Ruheraum als Rückzugsmöglichkeit Platz finden. Die Schüler haben zum Ende des Schuljahres hier schon fleißig eingepackt und ausgeräumt. Wenn das Mobiliar der Grundschule ganz draußen ist, kann die Mittelschule endgültig einziehen. Vier Klassenzimmer müssen neu eingerichtet werden, wobei der Mittelschulrektor für ein Klassenzimmer rund 4000 Euro an Kosten veranschlagt.

Flessa: »Jetzt sind wir dann viel flexibler«

Als großen Vorteil für seine Schüler bei der Erweiterung sieht Dieter Flessa auch den eigenen Pausenhof und die Turnhalle der bisherigen Sonnenschule. »Jetzt sind wir dann viel flexibler«, freut er sich. Während der Sommerferien werden im Gebäude der Mittelschule die Werkräume im Keller grundlegend saniert und es entstehen aufgrund der nun frei werdenden Zimmer zwei neue PC-Räume. »Wir wollen die ganzen Änderungen ruhig über die Bühne bringen. Manches wird sich wohl auch erst im Laufe des nächsten Schuljahres ergeben«, so Flessa. mix