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Sonja Höck in den Ruhestand verabschiedet

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Als Bürgermeister Hans Haslreiter (rechts) und Verwaltungsleiter Thomas Müllinger in ihre Ämter kamen, war sie längst da: 36 Jahre hat Sonja Höck die Geschicke der Gemeinde als zuletzt Stellvertretende Geschäftsleiterin und Kämmerin mitbestimmt. (Foto: Flug)

Unterwössen. Nach 36 Jahren bei der Gemeindeverwaltung Unterwössen ist Sonja Höck mit einer kleinen Feier in den Ruhestand verabschiedet worden. Zuletzt war sie Stellvertretende Geschäftsleiterin und Kämmerin der Gemeinde, vor allem aber das Gesicht im Vorzimmer des Bürgermeisters und seine enge Vertraute.


Für Sonja Höck – so meinte der Bürgermeister in seiner Ansprache – wäre es sicherlich ein wohlverdienter Ruhestand. Für die Gemeindeverwaltung und ihn selbst aber sei es ein herber Verlust, eine ganz wichtige Stütze zu verlieren. In Sonja Höck sah der Bürgermeister einen absoluten Glücksfall für die Gemeinde. Fundierte Sachkenntnis, große Selbstständigkeit und Sorgfalt hätten ihre Arbeit begleitet.

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Mit ihrem freundlichen und ausgeglichenen Auftreten gegenüber den Rathausbesuchern habe sie einen unschätzbaren Beitrag zu einem guten Klima in der Gemeinde geleistet. 17 Jahre hätte Höck zusammen mit ihm, dem Bürgermeister, ein gutes Team gebildet, das von vertrauensvoller Zusammenarbeit, Diskretion und beinahe blindem Verstehen geprägt gewesen sei. »Bleiben Sie gesund und denken Sie gelegentlich an uns alle. Besuchen Sie uns manchmal im Rathaus«, schloss der Bürgermeister.

Verwaltungsleiter Thomas Müllinger sah das ähnlich. »Der mit Wehmut erwartete Tag ist leider da«, sagte er. Wenn Höck jetzt gehe, verliere die Gemeinde eine Frau, die im Alltagsgeschäft des Rathauses wie ein Fels in der Brandung gestanden habe. Zweiter Bürgermeister Barthl Irlinger, der die Arbeit von Sonja Höck mit am längsten begleitet hat, berichtete von dem besonderen Eindruck, den sie bei ihm hinterlassen habe, als sie vor 36 Jahren in die Unterwössner Gemeindeverwaltung gekommen sei. Zuerst habe die junge Frau die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen: In eine Gemeinde zu kommen, in der man jeden Pfennig umdrehen müsse, daran hätte sie sich erst gewöhnen müssen. Doch dann habe sie das Heft in die Hand genommen und mit viel Engagement alles so eingerichtet, wie es heute ist.

Sonja Höck erzählte, dass sie sich tatsächlich mit Schaudern an die ersten Arbeitstage im Ort erinnert. Damals habe sie gezweifelt, ob der Schritt in die Verwaltung nach Unterwössen der Richtige gewesen sei. Doch heute möchte sie die schöne Zeit im Achental nicht missen. Trotzdem: Auf den Ruhestand freut sich die Bergenerin und hofft, dass sie viel Zeit zum Bergwandern hat.

Sonja Höcks Nachfolgerin im Vorzimmer des Bürgermeisters ist Regina Zeißl. Natürlich hat ihre Vorgängerin sie bereits eingearbeitet. lukk