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Solaranlagen sorgten für kontroverse Diskussion

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Schleching. Kontrovers wurde in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Genehmigung betreffend der Aufständerung von Solaranlagen diskutiert. Auslöser waren die Anträge zweier heimischer Firmen. Bei einer Aufständerung wäre eine Südausrichtung möglich, die am effizientesten ist.


Das Problem ist der Spagat zwischen den Gestaltungsrichtlinien für die Ökomodellgemeinde Schleching für das Orts- und Landschaftsbild und dem Wunsch, bis 2020 energieautark zu werden. Die Gemeinde holte den Rat des Kreisbaumeisters ein. Er bescheinigte, dass Schleching einige der wenigen Gemeinden im Landkreis sei, wo noch ein intaktes Orts- und Landschaftsbild anzutreffen sei. Das hat zur Folge, dass das gemeindliche Recht gilt und das ist in der Bayerischen Bauordnung auch ausdrücklich so vorgesehen.

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Von einer generellen Ausnahmeregelung für die Südausrichtung der Solaranlagen riet er ab. Er machte folgenden Vorschlag: »Ausnahmsweise kann bei Sonnenkollektoren die Drehachse auch senkrecht zur Traufe angebracht werden, wenn sie nicht frei einsehbar sind, das Gebäude/der Gebäudeteil nicht in Denkmalnähe, im Altortbereich oder am Ortsrand liegt und sie auf keiner anderen geeigneten Fläche im Grundstück installiert und nicht durch größere Flächen oder Alternativen entsprechend dem jeweiligen Stand der Technik ausgeglichen werden können.« Diesem Vorschlag folgte der Gemeinderat in einer Abstimmung – neun Gemeinderäte waren dafür, vier stimmten dagegen.

Der Gemeinderat beschloss zudem, dass die Gemeindeverbindungsstraße von Raiten nach Unterwössen noch in diesem Jahr – soweit es die Witterung zulässt – saniert werden soll. Die Kosten belaufen sich auf rund 20 000 Euro. Die Arbeiten werden von der Firma Swietelsky ausgeführt.

Das Gremium erließ für die Geigelsteinstraße im Ortsteil Ettenhausen in einem Teilabschnitt – und zwar von der Hausnummer 33 bis zur Parkplatzeinfahrt der Geigelsteinbahn – linksseitig ein absolutes Parkverbot. Bei schönem Wetter und an den Wochenenden wurden die Anwohner durch wildes Parken massiv belästigt.

Mit einem Änderungsantrag für den Bebauungsplan »Ettenhausen-Dorfeingang« musste sich der Gemeinderat ebenfalls beschäftigen. Auf dem knapp 3000 Quadratmeter großen Grundstück sind drei, rund 1000 Quadratmeter große, Grundstücke vorgesehen, die mit Wohngebäuden mit einer maximalen Grundfläche von 120 Quadratmeter bebaut werden sollen. Wohneinheiten sind jeweils zwei vorgesehen. Von einer ursprünglich geplanten Tiefgarage nahm der Antragsteller Abstand.

Der Gemeinderat lehnte den Änderungsantrag ab. Die Gemeinde stellte eine Bebauungsplanänderung in Aussicht, wenn den städtebaulichen Zielen entsprochen werde. Das heißt, wenn eine Nachverdichtung (kleinere Grundstücke) und Schaffung von Wohnraum für Einheimische und junge Familien geboten werde.

Auf dem Grundstück der ehemaligen Gärtnerei Englisch und dem sogenannten Kramergrundstück sollen sechs Grundstücke entstehen mit einer Größe von 5124 Quadratmeter, davon gehen 2560 Quadratmeter an das Einheimischen-Modell. Eine Erweiterung wurde unter diversen Auflagen in Aussicht gestellt.

Einen Antrag auf Genehmigung zur Errichtung von drei Nebengebäuden, einer Terrasse und einer Nutzungsänderung in einem bestehenden Nebengebäude in der Alpbachstraße 5 genehmigte das Gremium.

Die Gemeinde begrüßte die Renovierung des Kleinodes »Schwoagerhof«, da die geplante Wohnnutzung einer zweckmäßigen Verwendung erhaltenswerter Bausubstanz dient und die äußere Gestalt des Gebäudes im Wesentlichen erhalten bleibt. Lediglich bei der Tür im Stallteil schlägt der Gemeinderat eine optische Verbesserung vor. wun