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Sogar die Sonne ließ sich blicken

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Waging am See. St. Petrus erwies sich am Donnerstag bei der 100-Jahr-Feier der Frauengemeinschaft Tettenhausen als rechter Kavalier: Solange die Festteilnehmer im Freien waren, blieb es schön – beim Kirchenzug kam sogar die Sonne raus. Der mittägliche Platzregen setzte erst in dem Moment ein, als die letzten Zugteilnehmer unter der schützenden Zeltplane Zuflucht gefunden hatten.


So konnte sich ein schönes, farbenprächtiges Fest entwickeln. Bei den Zügen waren die Damen in ihren feschen Dirndlkleidern stets ein Blickpunkt, das Panorama der Seen im Hintergrund tat ein Übriges. Angeführt von der Musikkapelle Tengling unter Leitung von Armin Maiwälder zogen die Vereine – die Frauengruppen aus der Nachbarschaft und die Ortsvereine – hinauf zur Kirche, in der Pfarrer Walter Laakmann den Gottesdienst zelebrierte. Dieser wurde musikalisch gestaltet vom Tettenhausener Frauenchor unter Leitung von Lisa Obermayer und zwei Musikgruppen. In seiner Predigt stellte Pfarrer Laakmann dem häufigen »männlichen Imponiergehabe« das Realitätsbewusstsein und die Tatkraft der Frauen gegenüber. Als Beispiel dafür nannte er die Pionierinnen de Tettenhausener Frauengemeinschaft – einst als »Verein christlicher Mütter« gegründet –, die sich in einer Zeit der Not zusammengeschlossen haben. Dies habe zu einer Befreiung von der »Paternität« geführt, wie sich Pfarrer Laakmann überzeugt äußerte, und damit sicherlich viele Kräfte freigesetzt.

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Nach dem Gottesdienst setzte sich der Zug wieder in Richtung Zelt in Bewegung. In der Festkutsche, die, wie es sich für ein solches Fest gehört, von Frauen gelenkt wurde, durften die verdienten Vereinsmitglieder Agnes Waldherr und Maria Huber Platz nehmen sowie Bürgermeister Herbert Häusl und Pfarrer Laakmann.

Am Nachmittag wurde dann im Zelt, unter anderem mit einem Frauenkabarett, weitergefeiert. Bereits am Mittwoch fand ein gelungener Abend der »Lustigen Wirtshausmusikanten« statt (siehe Bericht auf Seite 19). he