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So viele Gäste gab es in Inzell noch nie

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Inzell. So viele Urlaubsgäste wie noch nie suchten vergangenes Jahr in Inzell Erholung: Mit 114 352 Gästeankünften steigerte sich 2012 der Vorjahreswert noch einmal um 3910 Personen, was 3,5 Prozent entspricht. Bei den Übernachtungen gab es ein Plus von 3,7 Prozent: »Mit 617 450 Übernachtungen wurden die Erwartungen deutlich übertroffen«, freute sich Gerhard Steinbacher, Geschäftsführer der Inzeller Touristik GmbH (ITG) beim Tourismusabend im Haus des Gastes: Dies waren 21 762 Übernachtungen mehr als im Jahr zuvor.


Die Aufenthaltsdauer der Gäste blieb im sechsten Jahr nahezu unverändert bei 5,4 Tagen. Spürbare Zuwächse bei den Übernachtungen wären nach Steinbachers Ansicht nur durch zusätzliche Beherbergungs-Angebote, etwa neue Hotels, möglich.

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Zur positiven Entwicklung habe in den Sommer- und Herbstmonaten die Max-Aicher-Arena beigetragen, vor allem das Sommereis, sowie das Biathlon-Fieber im März 2012. Auch das Online-Marketing mit 2000 bis 2500 Zugriffen pro Tag auf der Internetseite von Inzell und andere Werbemaßnahmen, wie 500 000 Inzell-Karten auf Bäckertüten von Qualitätsbetrieben, hätten viel bewirkt.

Die Gäste kommen zu fast 60 Prozent aus vier Bundesländern: Bayern (28,8 Prozent), Nordrhein-Westfalen (12), Baden-Württemberg (9,5) und Hessen (5,8). Die ausländischen Gäste gingen leicht zurück auf etwa 12 Prozent. Holland erreicht etwa 6,5 Prozent, alle anderen Nationen liegen unter einem Prozent.

Ferienwohnungen haben mit 7,4 Tagen die längste Verweildauer, die bei Hotels nur bei durchschnittlich 3,5 Tagen liegt. Mit Ausnahme der Pensionen, wo es durch den Brand in der Pension Vier Jahreszeiten einen Bettenrückgang gab, entwickelten sich alle Hauskategorien gut, vor allem der Campingplatz, Hotels, Gasthöfe und Feriendörfer.

Die meisten Zuwächse gab es bei Gästen mittleren Alters: Bei den 40- bis 50-Jährigen um 3500 Übernachtungen und bei den 50- bis 60-Jährigen um 4400 Übernachtungen. Kinder im Alter bis zu 16 Jahren machen 12,3 Prozent aller Übernachtungen aus. Im Januar 2013 gab es laut Steinbacher trotz Biathlon-Weltcup nur leichte Steigerungen.

Bei den übers das Internetportal IRS 18 gebuchten Übernachtungen liegt Inzell in der Region18 mit 47.000 Übernachtungen und so einem Anteil von 7,6 Prozent auf Platz 1.

Umfangreich berichtete der ITG-Geschäftsführer über die diversen Marketing-Maßnahmen, von der klassischen Postaussendung bis hin zu »Social Media«. Als große Erfolge wertete er die Christbaumaktion für Frankfurt und vor allem den Jahreshöhepunkt, die Wanderung »24 Stunden von Bayern«. Erfreut zeigte sich Steinbacher, dass es nach einem Jahr Pause wieder einen Wintermarkt gab. »Diese Entwicklung ist beeindruckend«, lobte Bürgermeister Martin Hobmaier die Vermieter für die Steigerung um fast 90 000 Übernachtungen in den letzten drei Jahren. Er gab einen Überblick über neue Projekte wie die geplante Spitzensport-Dokumentationsstätte in der Max Aicher Arena mit einem Rundweg um den Zwingsee und die Aktion »Inzeller Lieblingsplätze«. Außerdem berichtete er über die Pläne zum früheren Info-Pavillon am Busbahnhof. Das gemeindeeigene Gebäude soll durch einen neuen Mieter wiederbelebt werden. Ein Café und die Vertriebsplattform »Inzell-active«, ein Kooperationsprojekt zwischen der Gemeinde Inzell und Christopher Lombardi zur Vernetzung der heimischen Anbieter für Aktiv-Urlaub, finden dort ab sofort ihren Platz.

Zwei neue Großveranstaltungen sollen heuer zahlreiche neue Gäste nach Inzell locken: das »HiRock Festival« in der Max-Aicher-Arena am 1. und 2. Juni mit Bands wie Toto und das »European Cobra Meeting« vom 6. bis 8. September. Außerdem gibt es wieder die »Klassiker«: den Eisschnelllauf-Weltcup am Wochenende, den Eisspeedway Grand Prix am 16./17. März, die Pfingstroas am 19. Mai und den Michaeli-Ritt am 29. September. vm