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So viele Besucher wie noch nie

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So voll wie noch nie: Zum 23. Traunsteiner Gartentag kamen 340 Zuhörer, was einen neuen Besucherrekord bedeutet.

Palling – Eine Rekordbeteiligung gab es beim 23. Traunsteiner Gartentag des Kreisverbands Traunstein für Gartenkultur und Landespflege in Zusammenarbeit mit der Kreisfachberatungsstelle: 340 Teilnehmer kamen in den Michlwirtssaal in Palling.


Kreisvorsitzender Michael Luckas stimmte nach dem Motto aus einem chinesischen Spruch (»Mach den Plan für den Tag frühmorgens, für das Jahr im Frühling«) die Gartenfreunde und Naturliebhaber auf das kommende Gartenjahr ein, das jetzt schon beginnt. Gemäß dem Schwerpunkt »Biene« könne man gar nicht genug wissen, was die Zusammenhänge in der Natur betrifft und wie das kleine, emsige Insekt das ökologische Gleichgewicht mitbestimmt.

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Der Seminarleiter, Kreisfachberater Georg Unterhauser, nahm die Besucher mit Bildern und der Musik vom Frühlingsstimmenwalzer unter dem Motto »Blühende Vielfalt in Garten, Dorf und Landschaft« auf eine fiktive Reise durch die Natur im Garten und darüber hinaus: Wiesen voller Krokusse, beeindruckenden Baumblüten und Hofbäumen, wunderschönen Vorgärten und Balkonen, glitzernde Spinnweben im Morgentau, Tautropfen an Blüten und Gräsern, Bienen an Blütenständen, Bilder von Singvögeln und Kleintieren im Garten, blühenden Sträuchern, von Kindern gebastelten, phantasievollen Vogelhäusln, blühenden Streuobstwiesen und lauschigen Plätzen im Garten öffneten den Zuschauern Herz und Sinne für die Natur. Fotos aus Unterhausers Drohne zeigten die Heimat aus der Vogelperspektive.

Rupert Mayr aus Niederndorf in Tirol, der schon zum siebten Mal in Palling war, betonte, wie wichtig es ist, für die Bienen zu sorgen und ihnen Nahrung und Lebensraum zu geben. Er kritisierte, dass die Wiesen viel zu oft und zu früh gemäht würden, sodass sich Blumen gar nicht mehr entwickeln können, wodurch sich Nahrungsquellen und Lebensraum für Bienen stark reduzieren. »Bienen sind Botschafter zwischen Himmel und Erde, wenn die Biene summt, stimmt die Lebensqualität«. Zu einem besseren Verständnis für die Natur brauche es eine Erdung, ein Gefühl für Tiere und Gewächse und ein Wissen um die Zusammenhänge.

Klaus Körber von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau, erklärte, vor dem Hintergrund von Problemen durch Schädlinge gebe es für die Freizeitgärtner neue Obstsorten, die teils schon reifen, bevor die Schädlinge zuschlagen. Meistens aber seien es Standort, Klima und Pflege und das angewandte Wissen, die über den Erfolg im Obstgarten bestimmen. Empfehlenswerte Apfelsorten seien etwa der Frühapfel Collina sowie die Sommer- und Herbstäpfel Gerlinde. Bei Birnen empfahl er die Sorten Harrow Sweet, Condo, Uta, Novembra oder Decora. Bei den Süßkirschen riet er zu sehr frühen Sorten, denn die seien reif, bevor die Kirschfliege ihre Eier ablegt. Im Hausgarten sollte man auch einen Zwetschgenbaum haben, hier empfahl er die Sorten Cacaks Fruchtbare oder Toptaste. cw