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So schnitten die kleinen Parteien ab

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Neben CSU, SPD, Grünen und Freien Wählern bewarben sich noch sechs weitere, kleine Parteien mit Direktkandidaten um einen Sitz im Landtag. Zu diesen »kleinen« Parteien zählte diesmal auch die FDP, die analog zum Landesergebnis auch in unserer Region ein Debakel erlebte. Fast jeder Dritte, der vor fünf Jahren seine Stimme den Liberalen gegeben hatte, kehrte ihnen diesmal den Rücken.


Walter Buggisch bekam im Stimmkreis Traunstein 2,31 Prozent gegenüber 6,24 Prozent, die der FDP-Kandidat Alfred Pecha vor fünf Jahren erreicht hatte. Kurt Binder im Stimmkreis Berchtesgadener Land, der vor der Wahl erklärt hatte, wegen Krankheit kein politisches Amt annehmen zu wollen, blieb unter 2 Prozent und seine Partei brachte es auf gerade einmal 2,11 Prozent. In Petting und Wonneberg steht bei seinem Ergebnis sogar eine Null vor dem Komma.

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1600 Wähler gaben FDP ihre Zweitstimme

Von 72 000 Wählern im Stimmkreis Traunstein gaben genau 1600 ihre Zweitstimme den Liberalen. Das sind 2,27 Prozent gegenüber 6,25 Prozent vor fünf Jahren – ein Debakel! Unterwössen ist die einzige Gemeinde, in der die FDP eine 4 vor dem Komma stehen hat. In Kienberg, Petting und Wonneberg steht beim Ergebnis für die bisherige Koalitionspartei der CSU im Landtag eine Null davor.

Deutlich überholt wurde die FDP diesmal von der Bayernpartei, die in der Region seit vielen Jahren auf einen treuen Unterstützerstamm zählen kann. Alfons Baumgartner bekam 5,2 Prozent und damit um 0,75 Punkte mehr als vor fünf Jahren; bei den Zweitstimmen sind es 3,18 Prozent.

Am besten schnitt Baumgartner mit 15,23 Prozent in seiner Heimatgemeinde Grassau ab. Christa Summerer im Nachbarstimmkreis musste sich mit 2,25 Prozent begnügen und ihre Partei konnte weniger als 2 Prozent der Zweitstimmen erringen.

Auf dem nächsten Platz mit 1,81 Prozent landete Manfred Dannhorn für die Linke. Ihr Stimmenanteil halbierte sich gegenüber der letzten Wahl, was auch für die Zweitstimmen gilt und so auch auf den Stimmkreis Berchtesgadener Land übertragbar ist.

Extreme Unterschiede gibt es beim Ergebnis der ÖDP

Extreme Unterschiede beim Ergebnis der ÖDP gibt es in den beiden heimischen Stimmkreisen. Helmut Kauer (Traunstein) erreichte nur 1,61 Prozent, seine Partei 1,58; Agnes Thanbichler (BGL) dagegen 3,66 Prozent und 2,32 Prozent Zweitstimmen.

Unter 2 Prozent sowohl bei den Erst- als auch bei den Zweitstimmen blieben in beiden Stimmkreisen die Piraten und die Republikaner. -K.O.-