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»So konnten wir die Kosten um die Hälfte drücken«

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Die Austraße in St. Georgen soll im Zuge eines neuen, technisch gesicherten Bahnübergangs, auf sechs Meter verbreitert werden, erklärt Udo Albrich von der Stadtverwaltung. (Foto: Rasch)

Traunreut – Mit den Arbeiten eines technisch gesicherten Bahnübergangs an der Austraße in St. Georgen soll am Montag begonnen werden. Der neue Bahnübergang wird durch eine Halbschranke und eine Signalanlage gesichert. Durch die hochtechnisierte Anlage fällt der akustische Zug-Signalton dann weg. Mit der Maßnahme sind auch eine Umgestaltung der Austraße und der Neubau eines asphaltierten Gehweges zwischen der Kreisstraße und der Austraße verbunden.


Wie mehrfach berichtet, wird die bestehende Umlaufsperre an den Bahngleisen aufgelassen und der Fußweg, der jetzt an einer Hecke vorbeigeführt, an den Bahnübergang verlegt. Damit soll für die Fußgänger, insbesondere für die Schüler, eine sichere Verbindung geschaffen werden. Gleichzeitig wird durch den neuen Bahnübergang auch dem Autoverkehr in puncto Sicherheit Rechnung getragen.

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Die Neubaumaßnahme der Bahn ist aber auch mit einem Ausbau der Austraße verbunden. Wie Udo Albrich von der Stadtverwaltung in der Sitzung des Bauausschusses erklärte, müsse die komplette Austraße bis hin zum Kurvenbereich der Einmündung in die Kreisstraße TS 42 auf sechs Meter ausgebaut werden, um den Vorschriften einer sogenannten Aufstellungsfläche im Bereich des neuen Bahnübergangs Rechnung zu tragen. Die Stadtwerke werden im Zuge der Straßenbaumaßnahme im Baubereich die Wasserleitung um etwa 50 Meter verlängern. Diese Erdarbeiten sowie der Straßen- und Gehwegbau wurden von der Gesamtbaumaßnahme abgekoppelt und über die Stadt Traunreut ausgeschrieben. »Damit konnten wir die Kosten etwa um die Hälfte drücken«, sagte Albrich.

Eine Ausschreibung der Gesamtbaumaßnahme durch die Bahn hätte nämlich zur Folge gehabt, dass die Kosten für den Straßen- und Gehwegbau um ein Vielfaches höher ausgefallen wären. Die Bahn dürfe nämlich nur bahnzertifizierte Firmen beauftragen, die wesentlich höhere Preise verlangen würden. Die Bauleistungen wurden im Juni dieses Jahres ausgeschrieben und vier Angebote wurden fristgerecht vorgelegt. Das günstigste Kostenangebot mit 79 674 Euro hat das Traunreuter Tiefbauunternehmen Traun-Tiefbau GmbH eingereicht, das laut einstimmigem Beschluss des Bauausschusses den Auftrag auch erhalten wird.

Die Gesamtsumme von über 79 000 Euro – der Anteil der Stadt für die Straßenbaumaßnahmen liegt bei 73 000 Euro und der Anteil der Stadtwerke für den Wasserleitungsbau bei 6600 Euro – fließt wiederum in die Gesamtbaumaßnahme. Konkrete Kosten wurden nicht genannt. Die Stadt muss jedoch ein Drittel der Gesamtkosten übernehmen. Nach Angaben von Albrich sollten die Straßenbaumaßnahme und der Gehwegbau ursprünglich in den Schulferien durchgeführt werden. Wegen der Terminierung des Prüfers der Bahn, der die neue Bahnüberganganlage abnehmen muss, müssen die Arbeiten vorverlegt werden. Sie sollen zwischen dem 18. Juli und dem 5. August durchgeführt werden. In dieser Zeit wird der Verkehr über den Bahnübergang bei der Zufahrt zur Poschmühle umgeleitet. ga

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