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»So Halunke« tritt im Fasching mit Männerballett auf

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Einen wahren Ordensregen gab es beim Faschingsverein »So Halunke« Waging im Hotel-Gasthof Wölkhammer. Einen Orden vom Vorsitzenden Schorsch Seehuber (links) und Elferrat Klaus Spiegelsperger erhielt Kindergartenleiterin Lisa Promper, die jedes Jahr mit ihren Kindergartenkindern beim Waginger Faschingszug mitgeht. (Foto: Buthke)

Waging am See. In der Jahreshauptversammlung des Faschingsvereins »So Halunke« Waging hatte der Vorsitzende Schorsch Seehuber zwei Nachrichten für die Mitglieder, aber auch für die zahlreichen Faschingsfreunde rund um den Waginger See. Die schlechte: Der Verein hat heuer keine Garde zusammengebracht, da einige Gardemädels aufgehört haben und sich die Lücke nicht schließen ließ. Die gute: Der Elferrat führt dafür im Fasching ein Männerballett auf. Mit der Premiere dieses homoerotischen Kunstgenusses müssen sich die Faschingsnarren allerdings bis zum So-Halunke-Ball am 2. Februar im Kurhaus gedulden.


Seehuber berichtete, dass die Faschingseröffnung mit Rathaussturm und anschließendem Frühschoppen bei Mitglied Luggi Egger bereits wunderbar verlaufen sei. Erstmals wurde das Waginger Rathaus zusammen mit den »heißen Fegern« vom Feichtener »Fegerlverein« im Handstreich genommen. Begleitet wurden sie von der Waginger »Faschingsmusi«, die dann beim Frühschoppen für »grimmige« Stimmung sorgte.

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Der Vorsitzende erklärte weiter, dass man anders als in Teisendorf beim Waginger Faschingszug nicht auf die Teilnahme von Hüttenwagen verzichten werde, jedoch gemeinsam mit der »Veitsgroma Zunft« Traunstein Regeln aufgestellt habe (wir berichteten). »Unser Faschingszug hat immer hervorragend funktioniert«, sah Seehuber keinen Anlass für ein Wagenverbot. Seine Elferräte hätten die Aufstellung des Faschingszugs »voll im Griff«. Sie würden darauf achten, dass die Vorschriften eingehalten werden. Neu sei, dass es auf Wunsch der Polizei ab 17 Uhr keinen Alkohol im Straßenverkauf mehr gebe.

Schriftführer Felix Daxenberger blickte auf einen schönen Fasching zurück, der 2012 unter dem Motto »Am Waginger See ist der Teufel los« stand. Die Garde sei bei einigen Faschingsveranstaltungen in der Region aufgetreten. Der Verein selbst veranstaltete wieder den So-Halunke-Schwarz-Weiß-Ball beim Unterwirt und den großen So-Halunke-Ball im Strandkurhaus. Außerdem nahmen die Waginger an den Faschingszügen in Teisendorf und Traunstein teil.

Der Verein hat 349 Mitglieder, war dem Bericht von Kassier Franz Schneckenpointner zu entnehmen. Das Gewand für die Gardemädels habe wiederum ein Loch in die Kasse gerissen. Für heuer sah er auch keine Besserung, denn die Kosten für die schönere Stoffauswahl für die Dirndl würden beim Männerballett wohl durch die größere Stoffmenge aufgrund des höheren körperlichen Eigengewichts der Elferräte ausgeglichen.

Rund 30 ehrenwerten Leuten, die sich um den Verein und den Waginger Fasching verdient gemacht haben, verlieh der Vorsitzende den Waginger Faschingsorden. Bjr