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»So geworden, wie wir uns das vorgestellt haben«

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Die Kinder des Grabenstätter Pfarrkindergartens St. Maximilian konnten in den vergangenen Monaten die Bauarbeiten zur neuen Kinderkrippe durch ein extra dafür eingebautes Fenster beobachten. Bei der Einweihungsfeier traten sie dann selbst als kleine Bauarbeiter in Erscheinung. Im Hintergrund ist das Kindergartenteam zu sehen. (Foto: Müller)

Grabenstätt – Rund sechs Wochen sind vergangen, seit die Krabbelkäfer-Kinder und ihre Betreuer den Krippenanbau an der Ostseite des Katholischen Integrationskindergartens St. Maximilian bezogen haben.


Zu dieser Zeit konnte auch die Gänseblümchen-Gruppe ihren mobilen Gruppenraum gegen den bisherigen Krippenraum eintauschen. Nun konnten die neuen Räumlichkeiten, darunter auch ein zusätzlicher Besprechungsraum für Eltern- und Teamgespräche sowie ein gemütlicher Personalbereich in Form eines Wintergartens an der Nordwestseite des Pfarrkindergartens, beim abwechslungsreichen »Tag des offenen Hauses« bestaunt werden.

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Zuvor gab es die offizielle Einweihungsfeier mit der Segnung durch Pater Augustin Butacu und zahlreichen Festreden. Die Kinder traten als kleine Bauarbeiter auf, sangen »ihren« Baustellensong und trugen auch anderweitig zur Erheiterung bei. Eine Himbeerstaude für den umgestalteten Garten bekam das Kindergartenteam von der gemeindlichen Kindertageseinrichtung »Mäusebande« in Erlstätt und von der Planungsgruppe Strasser & Partner unter anderem einen Laster für die neue Bobbycar-Strecke. Es musizierten Katharina Wiesholler (Harfe) und Markus Gromes (Ziach).

»Es ist so geworden, wie wir uns das alle vorgestellt haben«, freute sich Kindergartenleiterin Kati Berger. Die vergangenen Monate seien für alle beteiligten Personen anstrengend gewesen, weshalb man nun zur Stärkung Süßigkeiten im Glas verteilen werde, so Berger. »Ich glaube, wir alle können stolz sein auf das, was hier entstanden ist«, betonte der gemeindliche Geschäftsleiter Peter Lex und gab in Vertretung von Kirchenpfleger Maximilian Wimmer und als Mitglied der Kirchenverwaltung einen Überblick über den Werdegang der baulichen Erweiterungen.

Die vermehrte Nachfrage an Betreuungsplätzen, der frühe Eintritt von Kindern in die Einrichtung und der Wunsch nach längeren Buchungszeiten hätten dazu geführt, dass die Gemeinde Ende 2015 die Weichen für den Kinderkrippenbau gestellt habe. Bereits Anfang August vergangenen Jahres habe man dann mit der Baumaßnahme beginnen können. »Nach neunmonatiger Bauzeit ist ein großzügiger Gruppenraum für bis zu 15 Krippenplätzen mit Bad-, Sanitär- und Schlafbereich und einem eigenen Lagerraum geschaffen worden«, so Lex. Es gebe nun optimale Voraussetzungen für die Arbeit des Kindergartenteams und natürlich auch für das Lernen, Spielen und die Bewegung der Kinder.

Die neue Trägervertreterin Nicole Beisse lobte ihre Vorgänger Elisabeth Bartsch, die bei den Planungen der Bauvorhaben tatkräftig beteiligt gewesen sei. Ganz besonders bedankte sie sich bei Kindergartenleiterin Berger und ihrem Team: »Ihr habt einen großen Beitrag dazu geleistet, hattet gute Ideen, ward immer fleißig und habt den neuen Räumlichkeiten wieder ein besonderes Flair gegeben«, lobte Beisse.

Bei der Kindergarten-Einweihung im Juni 2012 habe man nicht gedacht, dass der Platz schon bald nicht mehr ausreichen würde, räumte Bürgermeister Georg Schützinger ein. Im Sommer 2015 habe sich dies aber bereits abgezeichnet. Grundlage für den Bau sei die Finanzierungsvereinbarung zwischen Gemeinde, Pfarrei und Ordinariat gewesen, dass die Gemeinde die Kosten übernehme, so Schützinger. Bauherr ist die Katholische Kirchenstiftung St. Maximilian. Der Aufwand betrage 680 000 Euro und es gebe einen Zuschuss des Staates von 214 000 Euro. »Damit sind rund 466 000 Euro von der Gemeinde zu zahlen«, so der Rathauschef. Abschließend bedankte er sich bei allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit und wünschte den Kindern und dem Personal alles Gute und viel Freude.

Bei der Planung und beim Bau seien immer die Kinder im Vordergrund gestanden, so der Geschäftsführer der Planungsgruppe Strasser & Partner Martin Eisenberger. Über ein kleines Fenster hätten die Kinder die Baustelle beobachten können. »Das Gebäude sollte sich ganz bewusst zurücknehmen mit hellen Farben und Räumen, damit dann das Kindergartenteam und die Kinder sich mit ihren Ideen einbringen und das Gebäude mit Leben erfüllen könnten«, betonte Eisenberger. Die entstandene Nutzfläche betrage 187 Quadratmeter und am Bau seien 21 Firmen, vorwiegend aus der Region, beteiligt gewesen. Ein besonderer Dank galt dem Bauleiter Josef Eder.

Beim anschließenden »Tag des offenen Hauses« gab es ein Kommen und Gehen. Gut besucht waren die interessanten Experimentierstationen. Zudem durften die jüngsten Gäste zeichnen und singen. Bestens angekommen ist auch der vorgeführte Film über die Baustelle. Bewirtet wurden die Besucher im benachbarten Pfarrsaal vom Elternbeirat. Nach der Segnung des neuen Spielhauses im alten Garten durch Pater Augustin gab es noch eine Abschlussandacht. mmü

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