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Singstunden in der Burg

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Die Wagingerin Evi Fenninger sang nicht nur vor, sondern zeigte den Mitsängern auch mit Handzeichen an, wie hoch sie zu singen hatten. (Foto: Albrecht)

Tittmoning. Einige Singstunden, die auch sängerisch Unbedarften viel Spaß gemacht haben, gab es neulich beim »Offenen Singen« im Rahmen der Kulturtage in der Tittmoninger Burg. Als »Vorsängerin« fungierte dabei die bekannte Volksliedsängerin und Musikantin Evi Fenninger aus Waging. Außerdem traten auf: Das Duo mit Ziachspieler Markus Gromes aus Ringham und Harfenistin Elisabeth Anfang aus Inzell sowie der Rupertiwinkler Viergsang, bestehend aus Evi Fenninger, Eva Brötzner, Christian Holzner und Andi Potschacher. Organisiert worden war das »Offene Singen« durch die Werkstatt »Kesslfligga« mit Bettina und Jochen Nistler aus Vachendorf und die Stadt Tittmoning.


Evi Fenninger glänzte an diesem Abend aber nicht nur sängerisch, sondern vermittelte auch viel Wissenswertes über das Singen generell, die Volkslieder und das Jodeln. Singen sei zumeist nicht nur Ausdruck einer guten und fröhlichen Gefühlslage, meinte Fenninger, sondern eine Stimme trage auch besser beim Singen als beim einfachen Sprechen. So sei wahrscheinlich auch das »Jodeln« entstanden, denn in den Bergen, wo das Fortkommen zu Fuß viel schwieriger ist als im Flachland, behalfen sich die Einwohner mit melodischen Zurufen. Das Volkslied sei zudem ein guter Indikator und Ausdruck einer Gefühlslage, von fröhlich bis melancholisch und traurig.

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An diesem Abend überwog aber definitiv die Fröhlichkeit, wie bei »Musikanten spuits auf«, oder »Bin a lustiga Wildschütz«. Wobei Fenninger auch zum eifrigen Mitsingen animierte. So wurde der Abend für alle Beteiligten zu einer fröhlichen und unterhaltsamen Angelegenheit, wie an den Gesichtern des Publikums deutlich abzulesen war. al