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Simone Tonte löst Stephanie Pickl ab

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Simone Tonte (links) aus Trostberg löst Jugendpflegerin Stephanie Pickl ab, die ein Jahr lang den Jugendtreff in Marquartstein betreute. (Foto: Giesen)

Marquartstein. Neue Jugendpflegerin in Marquartstein ist Simone Tonte aus Trostberg. Sie löst Stephanie Pickl ab, die vor einem Jahr die Stelle angetreten hatte, nun aber in Vollzeit als Jugendsozialarbeiterin an der Mittelschule in Grassau arbeitet. Erste Jugendpflegerin war zuvor Christina Hohlnaicher, die ebenfalls ein Jahr lang den Jugendtreff betreut hatte.


In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats stellte sich Simone Tonte kurz vor. Sie ist Mitte 30 und verheiratet. Nach ihrer Ausbildung zur Hotelfachfrau studierte sie in Salzburg Pädagogik, arbeitet in der Erwachsenenbildung und am Sonderpädagogischen Zentrum in Traunstein in der offenen Ganztagsschule. Auf die Frage von Claudia Kraus, wie lange sie die Stelle in Marquartstein behalten wolle, erklärte sie, dass sie grundsätzlich länger als ihre Vorgängerinnen bleiben wolle, aber natürlich keine festen Versprechungen machen könne.

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Stephanie Pickl berichtete über ihre Aktivitäten mit den Jugendlichen im letzten Jahr. Regelmäßig besuchen den Jugendtreff an der Alten Dorfstraße sechs bis acht Jugendliche, manchmal seien es aber bis zu 18, meistens im Alter zwischen 13 und 17 Jahren. Der Jugendtreff werde von Schülern aller Schularten besucht, wobei die Schüler der weiterführenden Schulen oft weniger Zeit hätten als die anderen, berichtete Pickl. Eine Jugendleiterausbildung haben inzwischen Maxi Elgaß, Maria Memminger, Jonas Notter und Tristan Claßen absolviert, so dass sie zeitweise den Jugendtreff auch selbstständig betreuen können. Ein großes Anliegen sei den Jugendlichen eine Musikanlage gewesen, berichtete Frau Pickl, die nach der engagierten Beteiligung der jungen Leute bei der Ausstellung »Begegnungen der Weltreligionen« in Traunstein vom katholischen Kreisbildungswerk finanziert worden sei. Anhand von Bildern zeigte sie viele andere Unternehmungen im vergangenen Jahr, zum Beispiel ein Wochenende mit Übernachtung im Jugendtreff, die Herstellung eines Trickfilms, die gemeinsame Bemalung großer Leinwände oder eine Geocaching-Tour in den Bergen, was eine Art elektronischer Schatzsuche oder Schnitzeljagd ist. Es gebe aber auch viele ruhige Nachmittage, wo nur geredet, Musik gehört oder Billard und Kicker gespielt werde. Auf die Frage von Peter Lloyd bestätigte Frau Pickl, dass die Arbeit trotz der Vorgabe der »aufsuchenden Jugendarbeit« stark auf den Jugendtreff fokussiert gewesen sei, weil es weniger Brennpunkte als in anderen Gemeinden gebe. Sehr beliebt sei der Skaterplatz in Freiweidach, wo fast immer bei schönem Wetter Jugendliche anzutreffen sind.

Gefragt wurde auch, ob die zehn für die Jugendarbeit im Ort angesetzten Stunden ausreichend seien. »Je länger geöffnet ist, desto mehr Jugendliche kommen«, sagte Stephanie Pickl, so dass einige Stunden mehr sicher positiv wären. Dann könnte der Jugendtreff zum Beispiel abends für Ältere länger geöffnet bleiben. Herausgestellt hat sich auch, dass am Freitagnachmittag mehr Jugendliche Zeit haben als donnerstags. So wurden mit Beginn des neuen Schuljahrs die Öffnungszeiten des Jugendtreffs von bisher Donnerstag auf Freitag 16 bis 20 Uhr verlegt. Dienstags bleibt der Treff weiterhin geöffnet, allerdings eine halbe Stunde später als bisher von 16.30 bis 19.30 Uhr. Willkommen sind alle Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren. gi