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Siloanlage und ein Tankcontainerlager geplant

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Traunreut – Der Traunreuter Bauausschuss hat die Anregungen und Hinweise des Planänderungsverfahrens für das für einen Bereich im »Misch- und Gewerbegebiet östlich Stadtmitte« behandelt und abgesegnet. Es handelt sich dabei um den Standortausbau der Tremco Illbruck Produktion GmbH am Traunring. Das Unternehmen, das Abdichtungen und Verklebungen für den Bau- und Industriesektor herstellt, möchte auf dem Werksgelände eine Siloanlage und ein Tankcontainerlager errichten.


Im Zuge des Bebauungsplan-Änderungsverfahrens hatte Stadtrat Günther Dzial (SPD) mit Nachdruck darauf hingewiesen, dass durch den Standortausbau der Lkw-Verkehr zunehmen könnte und es an der ohnehin stark belasteten Kreuzung Traunring/Werner-von-Siemens-Straße zu einem Verkehrsfiasko kommen könnte. In der Sitzung wiederholte Dzial seine Befürchtungen und forderte Bürgermeister Klaus Ritter erneut auf, diesbezüglich mit dem Unternehmen das Gespräch zu suchen. Er scheue sich nicht, bei dem Unternehmen nachzufragen, sagte Ritter. Er vermute jedoch, dass der Verkehr eher weniger werde, weil das Rohmaterial in größeren Mengen angeliefert werden könne.

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Ebenfalls gebilligt wurde die 11. Änderung des Flächennutzungsplans der Stadt Traunreut. Auch hier wurden die Anregungen und Hinweise der überörtlichen Behörden behandelt und einstimmig mitgetragen. Im Zuge des Änderungsverfahrens sollen unter anderem in der Gemarkung Stein an der Traun Teilflächen als gewerbliche Bauflächen und Wohnbauflächen ausgewiesen werden. In der Innenstadt soll eine Fläche im Bereich der Post als Gemeinbedarf ausgewiesen werden und an der Werner-von-Siemens-Straße eine Fläche in ein Sondergebiet »Einzelhandel« umgewidmet werden. Der Billigungs- und Auslegungsbeschluss kann bei der Stadtverwaltung eingesehen werden.

Verlegung des Heimatkreuzes

Mitte April bis Ende Mai sollen die Landschaftsarbeiten zur Verlegung des Heimatkreuzes mit Anlegung eines Sickergrabens durchgeführt werden. Die Leistungen waren Ende Januar im beschränkten Verfahren ausgeschrieben worden. Sieben Landschaftsbauunternehmen haben fristgerecht Angebote vorgelegt. Nach dem Willen des Bauausschusses soll das Surberger Garten- und Landschaftsbauunternehmen Anton Kellerer den Auftrag erhalten. Der Garten- und Landschaftsbauer hat mit 63 800 Euro das günstigste Angebot abgegeben. Der Zweitbieter hätte über 75 000 Euro verlangt.

Wie berichtet hatte der Stadtrat im November letzten Jahres beschlossen, das Heimatkreuz im Waldfriedhof Traunreut an die höchste Stelle der Begräbnisstätte zu verlegen. Auf dem neuen Platz müssen jetzt Fundamente geschaffen werden und links und rechts des Denkmals sollen auch neue Wege angelegt werden. Neben Stelen sollen an die bereits vorbereiteten Mauersteine auch Tafeln angebracht werden, auf denen die historische Geschichte nachzulesen ist. Ebenfalls Platz finden sollen die Findlinge, die jetzt das mächtige Holzkreuz umgeben. Diese Gedenksteine weisen auf die Herkunftsorte der Kriegsflüchtlinge, Heimatvertriebene oder Spätaussiedler hin, die nach Traunreut gekommen sind. Ein Stein weist außerdem mit dem Spruch »Bayern – Neue Heimat« den Blick in die Zukunft.

Die Verlegung des Heimatkreuzes hat in der Bevölkerung auch Kritik hervorgerufen. Vor allem ältere Mitbürger, die nicht mehr so gut zu Fuß sind und auf Gehhilfen angewiesen sind, kritisieren den neuen Standort an der höchsten Stelle des Friedhofs.

Mehrere Aufträge vergeben

Neben der Vergabe der Landschaftsarbeiten zur Verlegung des Heimatkreuzes wurden auch eine Reihe von Aufträgen für den im Bau befindlichen, städtischen Bauhof vergeben. Den Auftrag für die Schüttgutsiloanlagen soll eine Firma aus Untermeitingen zum Angebotspreis von 51 500 Euro erhalten. Für die Dieseltankstelle mit einem Fassungsvermögen von 5000 Litern, wurden von einer Firma zwar Vergabeunterlagen angefordert, aber kein Hauptangebot fristgerecht vorgelegt. Deshalb wurde die Ausschreibung aufgehoben. Die Leistung soll jetzt in einer sogenannten freihändigen Vergabe vergeben werden. Die Kosten für eine Tankanlage in dieser Größenordnung werden auf 6000 Euro geschätzt.

Für die Werkstatt- und Lagereinrichtung wurden zwei Angebote abgegeben, die weit auseinander driften. Eine Firma aus Puchheim, die den Auftrag erhalten soll, verlangt knapp 240 000 Euro, während der Zweitbieter über 400 000 Euro verlangt hätte. Den Auftrag für die Möbel inklusive des Einbaus soll eine Firma aus Unterschleißheim erhalten. Das Angebot mit 86 470 Euro liegt hier um 3500 Euro unter der ursprünglichen Kostenberechnung. Das Gewerk Zäune und Tore soll an die einheimische Firma Schreier GmbH Pertenstein zu einem Angebot von 51 000 Euro vergeben werden. Auch hier gibt es im Vergleich zur Kostenberechnung eine Unterschreitung von über 23 000 Euro. ga

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