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Siegsdorf will endlich einen Pendler-Parkplatz

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Siegsdorf – Seit vielen Jahren arbeitet die Gemeinde an der Verwirklichung eines Pendler-Parkplatzes an der Autobahn-Ausfahrt Schweinbach. Nun scheint das Projekt endlich verwirklicht werden zu können. Die Gemeinde möchte mit dem neuen Gelände den Parkplatz am Schwimmbad wesentlich entlasten, der nicht nur an den Sommertagen bei Badebetrieb völlig überlaufen ist.


Der Gemeinderat stellte in der jüngsten Sitzung einstimmig den Antrag auf Baugenehmigung für einen Parkplatz mit 60 Stellplätzen in Schweinbach. Bereits in den Jahren 2009/2010 hatte die Gemeinde fertige Pläne vorgelegt, die aber aufgrund des Planungsstands zum Ausbau der Autobahn auf Eis gelegt werden mussten. Die für den Parkplatz vorgesehene Fläche ist etwa jeweils zur Hälfte im Eigentum der Gemeinde Siegsdorf und der Bundesrepublik Deutschland.

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Mit der Autobahndirektion Südbayern konnte nun eine Nutzungsvereinbarung getroffen werden. Die Überlassung der Fläche erfolgt kostenfrei, die Gemeinde übernimmt die Kosten für Bau, Unterhalt und eventuellen Rückbau des Parkplatzes sowie Verkehrssicherungspflicht. Nach bisherigen Planungen kann der Parkplatz auch bei einem späteren Autobahnausbau beibehalten werden. Nachdem der Gemeinderat einstimmig der Nutzungsvereinbarung zugestimmt hatte, konnte auch der Bauantrag auf den Weg gebracht werden.

60 Parkplätze an der Ausfahrt Schweinbach

Auf dem Gelände an der Autobahn-Ausfahrt Schweinbach sollen 60 Stellplätze entstehen. Vorgesehen ist eine mittige Erschließungsstraße mit sechs Metern Breite, an den Rändern sollen Sickerstreifen für die Entwässerung und Bäume für Eingrünung und Schatten sorgen.

Nach Absprache mit den Verkehrsbehörden soll der Parkplatz in Einbahnregelung mit Zufahrt über die Reichhausener Straße und Abfahrt in die Vachendorfer Straße betrieben werden. Alle Nachbarn haben zugestimmt. Die Fahrbahn wird asphaltiert, die Parkflächen möchte man vorläufig nur aufkiesen, eine Beleuchtung ist nicht vorgesehen. Nach derzeitiger Schätzung rechnet das Bauamt mit Kosten von etwa 70 000 Euro. Sobald die Genehmigung erteilt ist, soll mit dem Bau begonnen werden.

Außerdem brachten die Räte einstimmig die Anträge auf Neuerteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis für die beiden Trinkwasserbrunnen Köker-Berg-Quelle und Riedlquelle auf den Weg. Aus der KökerBerg-Quelle versorgt die Gemeinde die Ortsteile Hammer, Mauer, Wagenau und Meisau jährlich mit durchschnittlich 32 000 Kubikmeter Trinkwasser. Beantragt wird wie bisher eine maximale Ableitungsmenge von 4,0 Liter je Sekunde, was einer täglichen Entnahme von 250 Kubikmeter entspricht. Die jährliche Ableitungsmenge darf 40 000 Kubikmeter nicht überschreiten.

Der inhaltlich gleiche Antrag wurde für die Riedlquelle gestellt, die mit durchschnittlich 84 000 Kubikmeter Jahresertrag für die Versorgungszone »Siegsdorf-Ost« genutzt wird. Hier wird die maximale Ableitungsmenge 5,0 Liter je Sekunde betragen. Die tägliche Nutzungsmenge von maximal 430 Kubikmeter ergibt eine zulässige Jahresnutzung von 120 000 Kubikmeter.

Wasserversorgung auch im trockenen Sommer gesichert

Franz Hell berichtete auf Anfrage aus dem Gemeinderat von einer gesicherten Wasserversorgung auch im vergangenen, trockenen Sommer. Die Versorgung von Hammer lief reibungslos, die Riedlquelle hatte zwar zeitweise einen Rückgang der Fördermenge zu verzeichnen, liefere aber nach wie vor einen konstanten Beitrag zur Versorgung der Gemeinde mit ausgezeichnetem Trinkwasser. FK