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Siegsdorf ist glimpflich davon gekommen

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Siegsdorf. Bürgermeister Thomas Kamm informierte im Gemeinderat anhand von mehreren Fotos über den allgemeinen Zustand, der sich nach den Überflutungen in der Gemeinde bot. Das Ausmaß war weniger tragisch als erwartet, wenngleich doch einige Keller voll liefen und besonders im Bereich von Eisenärzt und Traundorf (Rückstau des Schweinbaches) das Wasser nicht mehr ausreichend abfließen konnte.


Einige Maßnahmen, die nach dem sogenannten Jahrhunderthochwasser 2002 umgesetzt wurden, haben sich laut Kamm sehr gut bewährt, wenngleich darüber Matthias Landler (CSU) anderer Meinung war: »Beim wassertechnischen Gutachten wurde das Ganze wegen des Triebwerkskanals schön gerechnet, ebenso wie beim neuen Sportplatz in Empfing. Das ging nun auf Kosten von Siegsdorfer Bürgern, die in Traundorf und beim Lohhäusl unter Wasser standen und diese Vorgehensweise können wir nicht dulden.« Bürgermeister Thomas Kamm distanzierte sich aufgrund fehlender Kenntnisse von Landlers Aussage. Lothar Seissiger (UW) mahnte an, die Firma Aquasoli aus Traunstein zu einer Stellungnahme aufzufordern. Dies soll laut Kamm bei einer Ortsbegehung im Abflussbereich des Schweinbaches geschehen. Eine geeignete Maßnahme ist nach seiner Aussage eine Verlegung des in der Regel kleinen Rinnsales auf eine Seite des Bahndammes. Kamm bedankte sich ausdrücklich bei den Freiwilligen Feuerwehren und den vielen freiwilligen Helfern, die mit anpackten, wo Not am Mann war und nebenbei noch insgesamt über 8000 Sandsäcke befüllten. Wegen des gebrochenen Bahndamms beim Lohhäusl ist momentan der Schienenverkehr nach Traunstein eingestellt und Ersatzbusse bringen die Kinder derzeit in die Schule.

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»Wenn man die Schäden in den anderen Gemeinden sieht, die es zum Teil schlimm erwischt hat, sind wir noch mit einem blauen Auge davon gekommen«, so das Siegsdorfer Gemeindeoberhaupt abschließend. Besonders bewährt hat sich auch der Erdwall in Hammer, der die Marienwerdersiedlung vor großen Schäden bewahrte. Somit war lediglich das »Dichtler-Feld« überflutet und das Wasser der Roten Traun konnte durch die breite Flutbrücke unter der B 306 wieder ins Bachbett zurückfließen. Einziger größerer Schaden war, dass die Brücke vom Hörterer zum Hammerer Kurpark wegen eines hängengebliebenen größeren Baumstamms weggerissen wurde.

Ein weiterer Punkt der Sitzung war die Bestellung eines Gemeindewahlleiters/Stellvertreters für die Kommunalwahl im März 2014: Gemeinde-Geschäftsleiter Hermann Haslinger ist Wahlleiter, die Wahlsachbearbeiterin Angelika Kühnhauser seine Stellvertreterin. hw