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Siegsdorf hat praktisch keine Schulden

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Siegsdorf. Die Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Karin Neumann, berichtete in der jüngsten Gemeinderatssitzung über die Jahresrechnung 2012. Diese wurde dreimal von den Mitgliedern des Ausschusses geprüft, ehe die Schlussbesprechung mit Bürgermeister Thomas Kamm, dem Kämmerer und den Referatsleitern stattfand.


Wie in den vergangenen drei Jahren auch, wurden im Haushaltsjahr 2012 keine Kredite aufgenommen. Die Haupteinnahmen setzten sich zusammen aus der Gewerbesteuer, Anteilen der Gemeinde aus der Einkommensteuer, der Grundsteuer, Gebühren und ähnlichen Entgelten sowie aus Betriebseinnahmen und Investitionszuschüssen vom Land Bayern.

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Bei den Ausgaben besonders zu Buche schlagen die Kreisumlage mit 4,9 Millionen Euro und die Gewerbesteuerumlage mit 2,4 Millionen Euro. Nicht zu verachten sind auch die Personalkosten in Höhe von 3,5 Millionen sowie die Bauhofstunden mit 1 Million Euro. Was seit 2009 von 426 000 auf 644 000 Euro anstieg, sind die Kosten für die Schule inklusive Beförderung. Auch der Aufwand für die Kindertageseinrichtungen habe sich seit 2007 auf 760 000 Euro mehr als verdoppelt.

Ein weiterer großer Teil der Ausgaben sind die 231 000 Euro für den Straßenunterhalt, der jedoch seit vielen Jahren in der Summe stabil ist. Ein Luxus, der jedoch sowohl für Einheimische und Gäste sehr wichtig erscheint, ist das Schwimmbad in Siegsdorf mit 303 000 Euro. Eine Befragung der Benutzer brachte das Ergebnis, dass sowohl Sauberkeit, Grünanlagen und der Kiosk als auch die Becken, die Wasserqualität, Temperatur und der Gesamteindruck mit gut bewertet wurden. Nur die Umkleiden und Toiletten sowie das Preis-/Leistungsverhältnis wurden bemängelt. Insgesamt kamen in diesem Jahr 33 550 Personen ins Siegsdorfer Schwimmbad, was einen Anstieg von fast 4000 gegenüber dem Vorjahr bedeutete.

Enorm zugenommen haben die Ausgaben für den Fremdenverkehr auf 196 000 Euro, wobei auch seit 2011 die Steinzeitprogramme mit dazugehören. Leicht abgenommen haben die Ausgaben für die Kuranlagen, die mit 142 000 Euro aufschlagen. Für das Naturkundemuseum musste die Gemeinde Siegsdorf 115 000 Euro aufbringen.

Der Wert des allgemeinen Grund-Vermögens betrug im Berichtsjahr 2012 54,6 Millionen Euro. Dem stehen praktisch keine Schulden gegenüber. Die Rücklagen aus dem Vorjahr wurden für die Tilgung der restlichen Schulden sowie zur Zahlung der Umlagen und sonstigen Verbindlichkeiten verwendet. Die Solleinnahmen beim Verwaltungshaushalt lagen bei gut 18 Millionen Euro und beim Vermögenshaushalt bei 6,1 Millionen Euro.

Abschließend stellte Karin Neumann fest, dass sowohl Haushaltssatzung als auch Haushaltsplan eingehalten worden sind. Daraufhin wurde den Verantwortlichen der Gemeinde Siegsdorf die Entlastung erteilt. hw