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Siegsdorf bekennt sich zum EU-Förderprogramm

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Siegsdorf. Der Siegsdorfer Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig entschieden, den Vertrag zum EU-Förderprogramm »Leader« zu verlängern und damit weitere sechs Jahre Mitglied der »Leader«-Aktionsgruppe Chiemgauer Alpen zu bleiben. Bisher sind in der Gemeinde acht Projekte verwirklicht worden, wobei die Gemeindebürger vor allem das Projekt Kurgarten/Generationenspielplatz sehr gut annehmen. Weitere acht Projekte hat die Kommune beantragt, aber noch nicht umsetzen können.


Aktuell gehören der »Leader«-Aktionsgruppe Chiemgauer Alpen außer Siegsdorf die Gemeinden Bergen, Inzell, Reit im Winkl und Ruhpolding an. Geplant ist für die Zukunft ein Zusammenschluss von 13 Gemeinden. Neu hinzukommen sollen die Berggemeinden des Achentals mit Aschau im Chiemgau sowie die Stadt Traunstein und die Gemeinden Surberg und Vachendorf. Die Themen bei der Zusammenarbeit für die folgende Förderperiode sind vielfältig. Naturraum, Alm-, Forstwirtschaft, Wasser, Versorgung, Heimat Verkehr, Siedlung, Energie und Rohstoffe sind nur einige Schlagworte.

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Die bisherigen Gesamtkosten für Siegsdorf lagen zwischen 2007 und 2014 bei 45 000 Euro; das Finanzierungskonzept für die nächsten sechs Jahre ist noch nicht erarbeitet. Mehrere Varianten sind möglich – von der Beteiligung pro Kommune über den Pro-Kopf-Anteil bis zum Flächen-Anteil. Die Summe für Siegsdorf wird sich dabei grob auf 30 000 Euro belaufen. Die Gespräche darüber sollen in den nächsten Monaten stattfinden.

Die Siegsdorfer Gemeinderäte haben sich in ihrer Sitzung außerdem mit einigen Bausachen beschäftigt. Im Fliederweg im Ferienpark Vorauf haben Besitzer an ihrem Haus eine nicht genehmigte Geländeveränderung vorgenommen. Das Landratsamt Traunstein hatte 2004 eine Teilunterkellerung des Hauses genehmigt. Im vergangenen Jahr stellte die Bauaufsichtsbehörde fest, dass das Gelände nicht den genehmigten Plandarstellungen entspricht. Es wurde an der Hangseite etwas mehr abgegraben, damit das zusätzliche »Kellerfenster« frei liegt. Den Aushub nutzten die Besitzer, um südseitig aufzuschütten, damit hier eine ebene Fläche am Hanggrundstück entsteht. Der bereits angelegte Stellplatz mit Stützmauer ist jedoch nicht genehmigungsfähig.

Der Siegsdorfer Bauausschuss stellte fest, dass es sich bei dem Gebäude nicht um ein Wohnhaus, sondern um ein Ferienhaus handelt. Mit Hinweis auf die Notwendigkeit einer Absturzsicherung sei es möglich, Geländeabstufungen ausnahmsweise mit einer trocken aufgesetzten Natursteinmauer zuzulassen. Die bestehende Holzkonstruktion auf der Ostseite des Ferienhauses sei aber nicht zulässig. Der ohne Genehmigung entstandene Stellplatz ist darum zurückzubauen. Der Gemeinderat nahm das zur Kenntnis.

Nicht ganz so problematisch war ein Antrag aus der Ahornstraße im Ferienpark Vorauf. Der Besitzer will das Untergeschoß voll unterkellern und ein Gartenhaus errichten. Auf den Planunterlagen ist außerdem ein Vorhaus-Anbau zu sehen – der noch nicht besteht, der aber auch nicht als Neubau beantragt wird; den Unterlagen ist zu entnehmen, dass er auch unterkellert werden soll. Die genauen Ausmaße des Gartenhauses sind dem Plan nicht zu entnehmen.

Der Siegsdorfer Bauausschuss stimmte einer Unterkellerung des Ferienhauses grundsätzlich zu, sprach sich aber gegen eine Unterkellerung des Vorhaus-Anbaus aus. Der Errichtung des Gartenhauses stimmte das Gremium »ausnahmsweise« zu; der Antragsteller muss aber noch einen detaillierten Plan nachreichen. Außerdem muss er noch einen Grundriss-Plan des Erdgeschoßes nachreichen und den Anbau des Vorhauses in seinen Bauantrag aufnehmen. Auch diese Entscheidung nahmen die Gemeinderäte ohne Einwand zur Kenntnis. hw

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