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Siegfried Kleinert neuer Jagdpächter

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Grabenstätt – In Erlstätt gibt es einen neuen Jagdpächter: Siegfried Kleinert aus Nußdorf. Bei der Jagdversammlung der Jagdgenossenschaft Erlstätt stimmte eine große Mehrheit für ihn.


Da der bisherige Jagdpächter Hubert Dechant bis auf Weiteres die Jagd nicht mehr ausüben könne, habe man sich in der Jagdausschusssitzung überlegt, den bisherigen Mitgeher Siegfried Kleinert als neuen Jagdpächter vorzuschlagen, erläuterte Vorstand Klaus Mitterer bei der Versammlung im Gasthaus Schwögler in Kraimoos. An der von Bürgermeister Georg Schützinger geleiteten Wahl beteiligten sich 37 wahlberechtigte Jagdgenossen mit insgesamt 453,59 Hektar Fläche und schenkten dem selbstständigen Zimmerer Kleinert mit großer Stimmen- und Flächenmehrheit das Vertrauen: 33 Jagdgenossen (421,76 Hektar) stimmten für Kleinert, zwei ihrer Kollegen (15,84 Hektar) enthielten sich und zwei (15,99 Hektar) stimmten gegen ihn.

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Vorstand Mitterer bedankte sich dafür, dass der Personalvorschlag auf eine so breite Zustimmung gestoßen ist und wünschte dem neuen Jagdpächter »alles Gute«. Es sei immer ein sehr gutes Zusammenarbeiten mit den Jagdpächtern Wolfgang Schwögler und Hubert Dechant gewesen und das werde auch in der Kombination Schwögler/Kleinert gut funktionieren, zeigte sich Mitterer überzeugt. Mit Dechant, der im März 2013 offiziell Jagdpächter wurde, sei man »immer sehr zufrieden gewesen«. Er habe in der Jagdgenossenschaft auch »einiges angestoßen« und »die Wende mit eingeleitet«, so Mitterer. Wenn alles geregelt sei, wolle man ihn wieder als Mitgeher installieren.

Wie Jagdpächter Schwögler berichtete, seien im Revier Erlstätt bei ihm und seinem bisherigen Kollegen Dechant in diesem Jagdjahr 75 Rehe zu erlegen. Mit gut 80 Prozent der bist Ende der Schusszeit Mitte Januar auferlegten Abschusszahl »liegen wir da wieder gut«, meinte der langjährige Jagdpächter. Zur Strecke gebracht worden seien auch fünf Füchse, zwei Dachse, vier Hasen und 14 Krähen. Letztere bezeichnete Schwögler als »Schadentiere ohnegleichen«.

In puncto Verwendung des Jagdpachtschillings war man sich einig, dass man in guter alter Tradition einen Ausflug machen werde. Das halte die Leute zusammen, »es gibt eine Unterhaltung und die Älteren könnten auch mitfahren«, so Vorstand Mitterer. Die Hälfte der fast 1000 Euro, die die Jagdgenossenschaft aus der Lumpenball-Ausschüttung bekommen hat, werde man für soziale Zwecke im Ort bereithalten.

Erfreuliche Zahlen vermeldete Kassier Hans Lechner. Ein Jagdgenosse zeigte sich enttäuscht darüber, dass der Kiestag nicht mehr durchgeführt werde und beklagte den Zustand einiger Straßen, die häufig von Reitern benutzt und dadurch Schaden nehmen würden. Wenn man auf Gemeindegrund Straßen für Reiter sperre, müsste man im Gegenzug offizielle Reiterwege ausweisen, was man sicherlich nicht tun werde, meinte Bürgermeister Schützinger. Ein anderer Waldbesitzer beschwerte sich darüber, dass bei ihm viele Tannen vom Wild »verfegt« worden seien, nachdem er die Umzäunung nach 15 Jahren entfernt habe. »Schaut es euch vor Ort an und klärt es untereinander«, appellierte Mitterer. »Ihr wart´s narrisch fleißig«, lobte Schwögler die eigenen Anstrengungen der Waldbauern gegen den Wildverbiss. mmü

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