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Siege für die »Stibei Buam« und die »Bergmoos-Musi«

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Die Siegesnachricht konnte Oberbürgermeister Manfred Kösterke der »Bergmoos-Musi« aus Grabenstätt mit Katharina Wiesholler und Lukas Wimmer überbringen.
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Zu den Lindl-Gewinnern gehörten auch die »Stibei Buam« aus Miesbach. Weitere Bilder vom Wettbewerb sind unter www.traunsteiner-tagblatt.de/fotos zu finden.

Traunstein. Die »Bergmoos-Musi« aus Grabenstätt und die »Stibei Buam« aus Miesbach haben den diesjährigen Volksmusikpreis »Traunsteiner Lindl« gewonnen. Beim Festabend in der Aula der Staatlichen Berufsschule bekamen die Besucher beim 45. Singen und Musizieren um den Lindl Volksmusik der Extraklasse zu hören. Oberbürgermeister Manfred Kösterke, der den inzwischen bayernweit begehrten Volksmusikpreis an die beiden Gruppen überreichte, ehrte auch Gerhard Mauermann, der 18 Jahre in der Arbeitsgemeinschaft Lindl mitgearbeitet hatte, mit einer Dankurkunde für seinen unermüdlichen Einsatz.


Unter den Zuhörern in der ausverkauften Berufsschulaula begrüßte Kösterke besonders Bürgermeister Jakob Rohrmoser aus Bischofshofen im Pongau. Der Hintergrund: Die Stubnmusi der Geschwister Graspeuntner aus Traunstein hatte 1965 dort den Volksmusikwanderpreis »Silberne Amsel« gewonnen. In Anlehnung an die Richtlinien der Bischofshofener »Amsei« entschlossen sich der damalige Oberbürgermeister Willi Steeger und der Stadtrat, auch in Traunstein einen Volksmusikwanderpreis zu stiften. Damit war der »Traunsteiner Lindl«, das Wahrzeichen der Stadt Traunstein, aus der Taufe gehoben. Seit 1967 steht er für überlieferte und unverfälschte Volksmusik.

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Den Festabend, durch den Ansager Heinrich Albrecht führte, eröffneten drei von den sechs Lindl-Gewinnern des vergangenen Jahrs: die »Familienmusi Edtmayer« aus Traunwalchen, die »Früahmusi« aus Brunnthal und das »Duo Geisreiter-Wühr« aus Siegsdorf und Altenmarkt. Um den Traunsteiner Lindl traten anschließend zwölf Gruppen an, die sich alle dem Publikum musikalisch vorstellten.

Die Würfel um die Vergabe des »Traunsteiner Lindls« waren allerdings schon im Laufe des Tages gefallen. Wie immer mussten die Bewerber ihr Können einer kompetenten Beratergruppe – unter anderem mit Max Schmid aus Siegsdorf und Stefan Frühbeis vom Bayerischen Rundfunk – unter Beweis stellen. Diese bewertete die Gruppen, gab ihnen aber auch Verbesserungsvorschläge, um ihr Spiel noch weiter zu perfektionieren. Sie hatten eine facettenreiche Volksmusik auf sehr hohem Niveau gehört, wie Ansager Albrecht berichtete. Und er fügte hinzu: »Da war die Entscheidung sehr schwer für die Berater.«

Diesen Beweis traten die Teilnehmer beim Festabend an. Sie zeigten, dass es trotz der vollbesetzten Aula auch ohne Verstärker geht, wenn der Einzelne ohne Fehler musiziert und das Publikum diszipliniert zuhört. Mit jedem vorgetragenen Stück stieg unter den Musikanten die Spannung, wer wohl heuer zu den Lindl-Gewinnern zählt, denn die werden erst im Laufe des Festabends bekannt gegeben.

Am Ende hatten die Bergmoos-Musi aus Grabenstätt mit Katharina Wiesholler und Lukas Wimmer sowie die »Stibei Buam aus Miesbach mit Hannes Bauer, Ludwig Biegel, Bene Mies und Bernhard Aschl die Nase vorn. Weitere Teilnehmer waren das »Buacheckerl Gitarrenduo« aus Siegsdorf, die »Bernauer Lausbuam-Musi«, das »Ziachduo Hinterbrandner aus Marktschellenberg, der Ruhpoldinger Lukas Kloiber, die »Sunn Sait'n Stubnmusik« aus Hofolding, Emanuel Pappert aus Marktschellenberg, die »Werd scho wearn – Tanzlmusi« aus Grabenstätt, der Deggendorfer Fabian Tobias Bolbinski, die »Hainerbach Dirndl« aus Wiechs und die »Grod grecht Musi« aus Ainring.

Wie immer endete das Singen und Musizieren um den »Traunsteiner Lindl« mit einem Volkstanz für alle. Dazu spielte die »Bergschützen Tanzlmusi« aus Anger zünftig auf. Bjr