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Sieben Stationen für anregende Impulse

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Der Schein mehrerer Hundert Kerzen hüllte den Kirchenraum von St. Coloman anlässlich des Lichterweges in ein sanftes, warmes Licht. (Foto: Aßmann)

Taching am See – Der warme Schein mehrerer Hundert Kerzen erhellte den Kirchenraum auf ungewohnte Weise, rückte den bedeutsamen Kulturschatz in ein völlig neues Licht und ermunterte die Besucher, sich und ihre Umgebung zu reflektieren – wie Licht auf einer glatten Oberfläche. Zahlreiche Gäste aus nah und fern und aller Konfessionen wandelten auf dem Lichterweg anlässlich der Festwoche zum 501-jährigen Bestehen des Flügelaltars in der Wallfahrtskirche St. Coloman in Tengling.


Entstanden war das Vorhaben auf Initiative von Pfarrer Dr. Christoph Hentschel und dem Pfarrgemeinderat unter Federführung von Max Streibl in enger Zusammenarbeit mit Elke Boehringer. Die Saaldorferin hatte bereits im vergangenen Jahr zu Mariä Lichtmess das begehbare Lichterlabyrinth in der Neuen Kirche in Taching gestaltet. Boehringer hatte diesmal sieben Stationen geschaffen, an denen die Teilnehmer anregende Impulse aufnehmen konnten. Interessante Gedankenanstöße, um Dinge zu erkennen, zu verstehen und darauf zu vertrauen, dass alles einen Sinn hat – auch wenn man diesen zunächst nicht zu erkennen imstande ist. Licht spielte jedoch auch bei diesem Projekt eine wesentliche Rolle, denn Licht gehört, wie das Feuer, zu den bedeutendsten Phänomenen der Menschheit. Die Sorgenstation beispielsweise bot allen Teilnehmern ausgiebig Gelegenheit, Kummer, Nöte, aber auch alle Gedanken, die ihnen auf dem Lichterweg durch den Kopf gegangen waren, aufzuschreiben, zum Gottestisch zu bringen und sich auf diese Weise zu erleichtern. Mit der Achtsamkeit beschäftigte sich die vorletzte Station. Wie aufmerksam sind wir im Alltag? Können wir tatsächlich jede Erfahrung vorurteilsfrei registrieren und zulassen? Handeln wir stets authentisch und selbstbewusst, ohne uns von alten Denkmustern und eingefahrenen Verhaltensweisen leiten zu lassen?

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Für »Licht in mein Dunkel« sorgten Kerzen, die die Besucher zu guter Letzt selbst entzünden durften, um sich von deren erhellendem Licht auf dem Heimweg, im Alltag, im Leben sowie in Sorge und Freude begleiten zu lassen. Gleichzeitig demonstrierte der Kerzenschein, dass man nie alleine unterwegs ist. Die Teilnehmer nahmen den Lichterweg zum Anlass, inne zu halten, zur Ruhe zu kommen und sich mit dem eigenen Verhalten auseinanderzusetzen. Selbst das kleinste Licht gibt Orientierung in der Dunkelheit … mia