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Sicht vom Kreuzberg auf Fraueninsel erhalten

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Die zwei niedrigen Ahornbäume im Vordergrund müssen versetzt werden, um den Blick auf die Fraueninsel in Zukunft nicht zu verhindern. (Foto: Thümmler)

Gstadt. Am Kreuzberg in der Gemeinde Gstadt besteht einer der schönsten Aussichtspunkte auf den Chiemsee und die Fraueninsel. Dass diese Sicht erhalten und nicht durch Bäume gestört wird, ist daher ein immerwährendes Anliegen der Gemeinde Gstadt. Nun wurde in einer Verhandlung des Verwaltungsgerichtes München in Gstadt einen Vergleich dahingehend erzielt, dass zwei, zwar jetzt niedrige, aber in Zukunft sichtbehindernde, Ahornbäume, versetzt werden.


Worum ging es? Das Landratsamt Rosenheim hatte am im August 2012 einen rechtskräftigen Bescheid an den Grundeigentümer erlassen, dass eine Baumreihe mit sieben Bäumen unterhalb des Kreuzberges und rund 40 Meter südlich des Gangsteig-Weges nach Gstadt entfernt werden müssen. Sie würden den Blick auf die Fraueninsel, der gerade in diesem Bereich eine Blickschneise bilde, verwehren. Zumindest dann, wenn die Bäume größer werden.

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Grundeigentümer hatte Einspruch erhoben

Der Grundeigentümer erhob Einspruch und so kam es zur Verhandlung des Verwaltungsgerichtes München in seiner ersten Kammer unter Vorsitz von Richter Harald Geiger. Das Gericht traf sich zuerst am Gemeindehaus in Gollenshausen, dem ein Ortstermin am Kreuzberg folgte.

Der Einwand der Klägerin, der Kreuzberg sei schließlich ein bedeutender Aussichtspunkt, ein Malerblick, von dem aus schon viele Generationen von Malern die Fraueninsel auf ihren Bilder festhielten, war für das Gericht nicht nachvollziehbar. Der Begriff sei für ihn zu »schwammig« so Richter Geiger. Es wurde auch die Frage gestellt, wo überhaupt dieser Aussichtsblick öffentlich verankert sei. Auch in der Chiemsee-Schutzverordnung sei dazu nichts zu finden, wurde von Mitgliedern des Gerichtes festgestellt.

Das Gericht kam schließlich zu der Meinung, dass es genüge, zwei jetzt noch niedrige Bäume in der Mitte dieser Baumreihe zurückzuschneiden. Der Rechtsanwalt des Beklagten, Rolf Asmus aus Brannenburg, schlug daraufhin einen Vergleich vor, wonach diese zwei Bäume bis 31. Dezember 2013 versetzt werden sollen. Das Gericht war damit einverstanden und beschloss, den Bescheid des Landratsamtes aufzuheben. th