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»Sichere Fahrt, sicheres Begehen und sicheres Radeln«

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Franz Gruber vom Ingenieurbüro HPC (von links), Landrat Siegfried Walch und Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm gaben die Kreisstraße TS 5 gestern Vormittag offiziell für den Verkehr frei. (Foto: Artes)

Siegsdorf. Mehr als 20 Jahre nach Planungsbeginn ist der letzte Bauabschnitt der Kreisstraße TS 5 endlich fertig. Auf einer Länge von rund 1000 Metern wurde zwischen Sapl bis zur Landkreisgrenze zum Berchtesgadener Land die Straße neu gebaut. Zudem befindet sich dort jetzt ein Geh- und Radweg. Am Mittwoch wurde die Straße offiziell für den Verkehr freigegeben.


»Jetzt haben auch Radfahrer ordentliche Verkehrswege«, meinte Landrat Siegfried Walch bei der offiziellen Einweihung der neuen Straße auf Höhe von Sapl. Mit dem dritten Bauabschnitt sei ein wichtiger Lückenschluss im Ausbau der Kreisstraße TS 5 vollzogen worden. Vor allem der jetzt von Siegsdorf nach Neukirchen durchgängige Geh- und Radweg trage wesentlich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in diesem Bereich bei.

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»Die Bauarbeiten sind zügig vorangegangen«, lobte Walch die kurze Bauzeit von einem halben Jahr. Seit Anfang April wurden auf einer Länge von einem Kilometer Fahrbahnschäden beseitigt, die Straße verbreitert, die Linienführung erneuert und ein 1,2 Kilometer langer Radweg gebaut. Der Rettenbach wurde umverlegt und eine neue Brücke darüber gebaut. »Die Arbeiten, die investierten Mittel und die Geduld der Beteiligten und der Anwohner haben sich gelohnt«, so der Landrat.

Die Kosten für die Baumaßnahmen betragen rund 1,5  Millionen Euro. Die Finanzierung übernehmen der Landkreis, die Gemeinde Siegsdorf und der Freistaat mit einem Förderprogramm.

Eine Herausforderung sei es für den Landkreis nun, das große Straßennetz zu erhalten, erklärte Walch. »Mit Abschluss dieser Maßnahme verfügen wir im Landkreis Traunstein über 380 Kilometer Kreisstraßen. Das ist das längste Kreisstraßennetz in Oberbayern.« Um dieses zu erhalten und auszubauen, investiert der Landkreis heuer rund 2,6 Millionen Euro.

»Der Radlweg kam schneller, als wir gedacht haben«, sagte Siegsdorfs Bürgermeister Thomas Kamm. Er dankte den Eigentümern für die Bereitschaft, ihre Grundstücke zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist ihm vor allem, dass Kinder sicher von einem Ort zum anderen kommen. Dies sei nun gegeben. Jetzt seien »sichere Fahrt, sicheres Begehen und sicheres Radeln« endlich möglich. Dieser Meinung war auch Franz Gruber von der HPC AG, dem planenden Ingenieurbüro aus Übersee: »Jetzt kann man die Straße wieder mit gutem Gefühl mit Tempo 100 befahren.«

Die evangelische Pfarrerin Judith Krauß ging in einer kurzen Predigt auf die Bedeutung von Straßen ein. »Eine Straße ist mehr, als nur die Möglichkeit von A nach B zu kommen.« Sie bringe Menschen zusammen und ermögliche Begegnungen und Beziehungen.

Anschließend segnete der katholische Pfarrer Thomas von Rechberg die neue Straße mit Weihwasser, ehe Landrat Siegfried Walch, Bürgermeister Thomas Kamm und Franz Gruber vom Ingenieurbüro symbolisch ein Band durchschnitten und die Straße offiziell für den Verkehr freigaben. Julia Artes