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Sich auf das Wesen des Festes besinnen

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Den Gottesdienst mit Pfarrer Hans Krämmer umrahmte der Landfrauenchor unter Leitung von Rosa Illguth mit den Liedern aus der Mühlauer Singmesse. (Foto: H. Eder)

Waging am See – Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Schöpfung und die Besinnung auf das Wesentliche des Weihnachtsfestes: Diese beiden Elemente stellte Pfarrer i. R. Hans Krämmer in den Mittelpunkt seiner Predigt beim Landfrauentag im Kurhaussaal in Waging. Umrahmt wurde der Gottesdienst mit hübschen Melodien voll rhythmischen Schwungs von der Lenzensberg-Soatnmusi, die Damen des Landfrauenchors sangen dazu unter Leitung von Rosa Illguth die Mühlauer Singmesse von Siegfried Singer.


Hans Krämmer, viele Jahre lang Pfarrer in Inzell, jetzt in Marquartstein lebend, definierte das »i. R.« hinter seinem Namen als »in Rufweite«; daher er freue er sich, wieder einmal zum Landfrauentag eingeladen worden zu sein. Der hektischen Zeit vor Weihnachten widmete er einen Teil seiner Predigt. Wenn er in einem Prospekt lese, dass in dieser Zeit »alles zur Ruhe kommt, die Natur und auch die Menschen«, entspreche dies wohl nicht gerade der Erfahrung, die der Mensch heutzutage macht. Dennoch aber sollte man sich bemühen, gerade diese Wochen zu einer Zeit zu machen, »in der wir uns auf Jesus als Licht- und Hoffnungsträger besinnen«. Dies sei das Wesentliche, »alles andere ist nur Beiwerk«: Diese Feststellung wurde durch eine nette Geschichte verdeutlicht.

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»Wachsam sein«: Diese Aufforderung Jesu aus dem Evangelium bezog Pfarrer Krämmer nicht zuletzt darauf, dass man den Bedürfnissen der Menschen und Tiere, für die man Verantwortung übernommen habe, Aufmerksamkeit schenken solle. In diesem Sinn rief er alle Produzenten dazu auf, auf die Qualität ihrer Erzeugnisse zu achten und nur beste Lebensmittel auf den Tisch zu bringen, Verantwortung für die Schöpfung zu übernehmen und den nachfolgenden Generationen »nicht eine Wüste anstatt eines Gartens zu hinterlassen«.

Ein weiteres Thema der Predigt war das Ehrenamt, das für das Leben auf dem Land eine große Rolle spiele, auch wenn es viel Zeit und Energie koste und auch wenn unterschiedliche Meinungen dabei nicht ausblieben. Wichtig sei es bei alledem aber, auch darauf zu schauen, was man selbst nötig habe, denn: »man muss sich selbst mögen, damit man auch andere mag«. Und dabei sei noch eines zu beachten: »Viele Menschen wissen nicht, wie wohltuend ihre Nähe sein kann und um wieviel ärmer wir ohne sie wären. Sie wüssten es, würden wir es ihnen sagen.«

Auch in den Fürbitten, die von einigen Landfrauen gelesen wurden, ging es darum, für eine gute Zukunft vorzusorgen. Außerdem wurde an die Weisheit der Verantwortlichen appelliert, damit die Landwirtschaft auch weiterhin eine Perspektive habe, und zuletzt wurde um echte Solidarität für Asylsuchende gebetet.

Nach dem Gottesdienst bedankte sich Kreisbäuerin Resi Schmidhuber  bei Pfarrer Krämmer für seine Worte und übergab ihm zusammen mit Kreisgeschäftsführer Reinhard Lampoltshammer einen Korb mit Waginger Käsespezialitäten. he