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Seuchengefahr für Rinder gebannt

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Die Kühe in den Ställen und auf den Weiden im Landkreis Traunstein sind BHV-1-frei.

Traunstein – Im Landkreis Traunstein ist die Gefahr des Ausbruchs der Rinderseuche BHV-1 gebannt. Nach umfangreichen Untersuchungen gab das Veterinäramt am Landratsamt Traunstein jetzt Entwarnung.


Bei der BHV-1-Infektion handelt es sich um eine Herpesvirusinfektion, die ausschließlich Rinder betrifft. Für den Menschen ist der Erreger ungefährlich. Bei Rindern kann es jedoch zu schweren Entzündungen der oberen Atemwege mit hohem Fieber kommen. Die Erkrankung führt in 30 Prozent der Fälle zum Tod der betroffenen Tiere. Seit 2011 ist jedoch ganz Bayern eine anerkannt BHV-1-freie Region.

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Anfang 2015 waren durch den Viehhandel BHV-1-infizierte Rinder aus Österreich in die Bundesrepublik Deutschland gelangt. Um eine Ausbreitung des Virus auch im Landkreis Traunstein auszuschließen, überprüfte das Veterinäramt in den letzten Wochen sämtliche Milchviehbetriebe. Von den Amtstierärzten wurden in 27 Betrieben Rinder österreichischer Herkunft untersucht. Sechs Betriebe wurden für kurze Zeit wegen BHV-1-Verdachts gesperrt, nachdem dort das Virus bei einzelnen Rindern festgestellt worden war. Als Vorsichtsmaßnahme wurde eine geplante Tierschau der Jungzüchtergemeinschaft Traunstein abgesagt. »Weil alle Betroffenen so schnell wie möglich gehandelt haben, ist die Krankheit bei keinem Virusträger ausgebrochen«, so Tierarzt Dr. Stephan Wittmann vom Veterinäramt. Eine Weiterverbreitung des BHV-1-Virus in andere Bestände konnte verhindert werden. Inzwischen hat sich auch in den übrigen betroffenen Landkreisen Bayerns sowie in Österreich die Situation entspannt. Im Landkreis Traunstein werden trotzdem vorsichtshalber weiterhin alle rinderhaltenden Betriebe verstärkt untersucht.